Lörrach Corona löst Fahrradboom aus

Markus Greiß
Rund 200 Fahrräder standen im Hof der Hebelschule zur Auswahl. Foto: Markus Greiß

Lörrach - Die IG Velo hat am Samstag eine Fahrrad-Börse auf dem Pausenhof der Hebelschule veranstaltet. Toni Latsch-Gulde vom Vorstand der IG-Velo-Ortsgruppe Lörrach sagt: Die Corona-Pandemie hat einen Fahrrad-Boom ausgelöst.

Von Markus Greiß

Samstag 10.15 Uhr: Vor dem Eingang zum Hof der Hebelschule hat sich eine Menschentraube gebildet. Drinnen sind zahlreiche Ehrenamtliche der IG Velo noch damit beschäftigt, die abgegebenen Fahrräder mit Preisetiketten auszuzeichnen und nach Kategorien zu ordnen.

Rund 200 Velos im Angebot

Zwischen 8 und 10 Uhr sind rund 200 Velos vom Kindervelo über Renn- und Tourenräder bis zum hochwertigen E-Bike zusammengekommen, wie Latsch-Gulde weiß. 28 Mitarbeiter hat die IG Velo am Vormittag zusammengetrommelt, um dem Ansturm der Interessenten Herr zu werden. Die Corona-Lockdowns hätten einen Fahrradboom ausgelöst.

Zwar würden viele Berufspendler nun wieder aufs Auto zurückgreifen, die Velonutzung sei aber nach wie vor höher als in der Vorpandemiezeit. Als das Tor um 10.30 Uhr geöffnet wird, ist der Run zunächst weniger groß als von Latsch-Gulde erwartet.

Auf dem Gelände probefahren

So können die Interessenten entspannt das breite Veloangebot sichten und ihren Fahrradfavoriten gleich auf dem Gelände probefahren. Das ist ein Vorteil des neuen Veranstaltungsorts.

Die letzte Velobörse vor der langen Coronapause hatte noch am Meeraner Platz stattgefunden. „Da gab es mehr Laufkundschaft“, erinnert sich der IG-Velo-Aktive Peter Hohm. Der neue Schauplatz sei aber besser abgegrenzt und dadurch das Probefahren im Hof problemlos möglich.

Und den einen oder anderen Laufkunden lockt die Börse bei der Hebeschule doch an. So ist der fahrradinteressierte Lörracher Mohammed Labdaoui zufällig vorbeigekommen und gleich für einen Rundgang über das Gelände geblieben. Andere Kunden sind gezielt aus dem Umland in die Lerchenstadt gefahren. Eine Paar aus Schopfheim, wo dieses Jahr keine Börse stattgefunden hat, hat für seinen kleinen Sohn ein Kinderfahrrad für 30 Euro gefunden.

Wichtiges Angebot nach zwei Pandemiejahren

Ein junger Mann aus Binzen hält ein E-Bike für 500 Euro in der Hand, das er zur täglichen Bewältigung des Lucke-Anstiegs ausgesucht hat. Die sportliche Herausforderung suchen derweil ein Teenie und seine Mutter. Sie ziehen mit einem Fully-MTB für 490 Euro und einem älteren Rennrad für 130 Euro von dannen. Die Preisspanne reicht an diesem Vormittag bis zu 1800 Euro.

Egal wie teuer – alle Fahrräder sollten gut gegen die sehr aktiven Fahrraddiebe gesichert sein. Um hierfür das nötige Bewusstsein zu vermitteln, ist die Polizei mit einem Infostand präsent. Sie hat auch die Rahmennummern der angebotenen Fahrräder überprüft, einen Verdachtsfall festgestellt und das betreffende Velo aus dem Angebot genommen, wie Polizist Sebastian Feucht berichtet.

"Mit der Velobörse ein Forum zu bieten"

Grünen-Stadtrat und IG-Velo-Co-Leiter Gerd Wernthaler freut sich über die gute Zusammenarbeit mit der Polizei, der Stadtverwaltung, der Narrengilde und der Hebelschule, welche die Neuauflage der Velobörse überhaupt erst ermöglicht hat.

Nach zwei Pandemiejahren mit vorwiegend virtuellen Kontakten sei es „für die IG Velo wichtig, mit der Velobörse ein Forum zu bieten.“ Und allen Helfern mache es großen Spaß, endlich wieder im persönlichen Kontakt mit den Interessenten zu fachsimpeln.

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