Lörrach Da bebt die Schlossberghalle

Glänzend aufgelegt: der Chor „New Formation“. Foto: Gottfried Driesch

Lörrach-Haagen - Vor voll besetztem Haus feierte der Chor „New Formation“ der Singgemeinschaft Lörrach am Samstag sein 25-jähriges Bestehen. Zum Jubiläumskonzert waren auch der Chor „Meracante“ aus Meerane und die Stadtmusik Lörrach in die Schlossberghalle gekommen.

Beide Gastformationen pflegen seit vielen Jahren eine enge Freundschaft mit „New Formation“: Gemeinsam präsentierten die Ensembles ein großartiges Konzert.

46 aktive Mitglieder gehören dem Chor derzeit an, sagte der Vorsitzende Frank-Michael Littwin. Die Zahl sei über all die Jahre nahezu konstant geblieben, obgleich es freilich auch Wechsel gebe.

Die Eröffnung gebührte dem Geburtstags-Chor: Schwungvoll ging es mit „Bless The Lord“, einem christlichen Song, der den Psalm 103 als Grundlage hat, hinein in diesen eindrucksvollen Abend. Zwei Lieder, die seit der Anfangszeit des Chores zu dessen Repertoire gehören, schlossen sich an: „Amazing Grace“, eines der beliebtesten Kirchenlieder, braucht viel Gefühl bei der Darbietung – New Formation zeigte, dass sie auch die ruhigen Töne perfekt beherrscht. Dirigent Nikos Ibarra Mante leitete das Ensemble zur Höchstleistung an. Auch beim Gospel „Old Time Religion“ zeigte es sein Können.

Mit viel Temperament erklang „Blue Skies“ von Irving Berlin. Michael Jackson bezeichnete sein Lied „Heal The World“ einmal als das, worauf er am stolzesten sei. In der Schlossberghalle ertönte es mit Gefühl und intensivem Ausdruck. Nach „Somebody To Love“ von Freddie Mercury erklang als schöne Zugabe das Schweizerdeutsche Lied „Ewigi Liäbi“.

Meracante als Kontrast

Der Chor Meracante des Bürgervereins Meerane sang sein Programm vorwiegend in deutscher Sprache. Mit der Meracante-Hymne, geschrieben vom Dirigenten Helko Kühne, legten die Mitglieder los. Es folgten Schlager wie „Wochenend und Sonnenschein“ und „Das gibt’s nur einmal“. „Mit 66 Jahren“ (von Udo Jürgens) fängt das Leben erst so richtig an – davon war auch der Chor offenkundig fest überzeugt!

Ein Knüller war das abschließende „Mah Nà Mah Nà“, das besonders in der Fassung der Kindersendung „Sesamstraße“ Bekanntheit erlangte.

Die Stadtmusik

Ein Beispiel eindrucksvoller sinfonischer Blasmusik ist „Cry of the Last Unicorn“. In den vielen melancholischen Passagen glänzten Bläsersoli von Flöte und Oboe der Lörracher Stadtmusik, während das Orchester in den heftigen Jagdszenen mit seiner ganzen Kraft auftrumpfte. Ulrich Winzer leitete der Ensemble souverän.

Beim großen Finale versammelten sich alle Mitwirkenden zum „Hallelujah“ von Händel.

Geschichtliches

Der Chor „New Formation“ wurde im Januar 1994 als Ableger der Singgemeinschaft Lörrach von Heidi Engler-Ludin gegründet.

Kernpunkt für Engler-Ludin sei die Frage gewesen: „Wie begeistert man junge Menschen für den Chorgesang?“. Die Antwort fand sie in modernerer Musik aus den Bereichen Gospel & Spirituals, Film & Musicals, Rock- & Popsongs. Auf eine Anzeige meldeten sich spontan 40 junge Leute zum Mitmachen. Die „New Formation“ war geboren.

In seinen Grußworten nahm Oberbürgermeister Jörg Lutz Bezug auf den Tag der Deutschen Einheit. Es werde meist die Ungleichheit betont, bedauerte er: Ost und West, Alt und Jung, Arm und Reich. Wie schön sei es, wenn die Gäste in der Halle heute das Verbindende der Musik erleben könnten.

Bleiben Sie immer bestens und umfassend informiert: Jetzt 4 Wochen für 4 Euro das ePaper inkl. Vorabendausgabe lesen! Schnell HIER anfordern.

Umfrage

Teil-Lockdown

Glauben Sie, dass durch die Verschärfung des Teil-Lockdowns die hohen Infektionszahlen in Deutschland bald wieder sinken werden?

Ergebnis anzeigen
loading