Lörrach  . . . da waren’s nur noch sechs

Stephan Vogt (l.) reicht den Stab des Oberzunftmeisters an An-dreas Glattacker weiter. Auch als Spieler – hier beide in einer Szene aus diesem Jahr – fällt er aus. Foto: Kristoff Meller Foto: Die Oberbadische

Von Guido Neidinger

Lörrach. Bei den Lörracher Zunftmeistern ist es wie im Lied von den „zehn kleinen Negerlein“ – es werden immer weniger. Aus beruflichen Gründen legt Stephan Vogt sein Amt als Oberzunftmeister der Lörracher Narrenzunft zum 1. September nieder. Das teilte die Narrenzunft gestern schriftlich mit. „Auf noch nicht absehbare Zeit“ sei Vogt beruflich „massiv eingespannt“ und müsse in Abstimmung mit dem Vereinsvorstand und den Aktiven der Zunft Prioritäten setzen. Sein Amt übernimmt der bisherige stellvertretende Oberzunftmeister Andreas Glattacker.

Was noch schwerer wiegt: Vogt wird zumindest für die Kampagne 2018 auch als aktiver Spieler pausieren, wenngleich er der Narrenzunft weiterhin verbunden bleibt, wie es in der Mitteilung heißt.

Beim diesjährigen Zunftabend im Februar schlüpften mit Stephan Vogt, Andreas Glattacker, Ralf Buser, Philipp Buser, Klaus Ciprian-Beha, Hansi Gempp und Karl-Heinz Sterzel sieben Akteure in 50 Rollen. Im nächsten Jahr werden es nur noch sechs Spieler sein, sofern nicht noch der eine oder andere neue Akteur gewonnen werden kann. Einfach ist dies jedoch nicht. Im Gegenteil: Nachdem er sich gerade erst freigespielt hatte, verließ Christoph Schuldt die Narrenbühne wieder – auch aus beruflichen Gründen.

Mit Stephan Vogt verliert die Narrenzunft – zumindest vorübergehend – jedoch keinen Jungspund, sondern eine tragende Säule vor und hinter den Kulissen.

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