Lörrach Dachverband orientiert sich neu

Sie sind für die organisierte Jugendarbeit in Lörrach aktiv (von links): Stefan Dieterle (Stadt), Jörg Rosskopf (Kassierer SJR), Fritz Kaspar (Beisitzer), Daniele Cipriano (Stellvertrender Vorsitzender) und Friederike Flamm (Schriftführerin). Foto: Rolf Rombach Foto: Die Oberbadische

Von Rolf Rombach

Bei seiner jüngsten Delegiertenversammlung im Lörracher Gildenkeller gab der Vorstand des Stadtjugendrings einen Ein- und Ausblick in die aktuellen Projekte. Durch den Rückzug der bisherigen Geschäftsführerin und Vorsitzenden, Sonja Summ (Rainbow Stars), reduzierte sich der Vorstand auf Stellvertreter Daniele Cipriano (Jusos), Kassierer Jörg Rosskopf (Narrenzunft), das Schriftführer-Duo Christine Strohmeyer und Friederike Flamm (CISV) sowie Beisitzer Fritz Kaspar (Jusos). Cipriano dankte seinem Team für die gute Unterstützung, da er – wie Rosskopf sagte – direkt ins kalte Wasser geschmissen wurde.

Zwei Punkte stehen künftig im Fokus des Dachverbands der Lörracher Vereine für Kinder- und Jugendarbeit: Lobby- und Netzwerkarbeit. „Bisher haben wir viele Projekte betrieben, das lässt sich ehrenamtlich aber so nicht mehr stemmen“, erläuterte Jörg Rosskopf den partiellen Rückzug. „Sonja Summ konnte durch ihre hauptamtliche Stelle als Geschäftsführerin einiges anstoßen und durchführen, das ist uns nun aber nicht mehr möglich.“

So war der Stadtjugendring beteiligt an der Bildungskooperation zwischen dem Kreisjugendreferat, Kreisjugendring und den beiden kirchlichen Dachverbänden auf Kreisebene. Zusammen wurde eine Lehrgangs- und Fortbildungsbroschüre auf die Beine gestellt, um die vorhandenen Kapazitäten optimal zu bündeln. Auch im Jahr 2020 wird es diesen Zusammenschluss geben. Unter www.jugendagenturen.de (Kreisjugendreferat – Veranstaltungen) ist eine Übersicht über Schulungen, die zum Erhalt und Verlängerung der Jugendleiterkarte dienen.

Im Rahmen der Lobbyarbeit konnte mit der Stadt erreicht werden, dass künftig 20 000 Euro für die Jugendvereinsförderung zur Verfügung stehen werden, vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderats. Geplant ist, dass die Vereine pro Mitglied 15 Euro erhalten werden. 5000 Euro sind für Projekte reserviert.

„Wir werden keine persönlichen Daten erheben. Aber wenn plötzlich Mitgliedersprünge da sind, hätten wir gerne eine Erklärung“, kündigte Rosskopf an. Fritz Kaspar stellte das Projekt „Instagram“ vor. Hierfür bat der die Mitglieder um Zusendung von Material. „Wir müssen zwei Postings in der Woche haben, damit es funktioniert.“ Als Themen nannte er neben Berichten von Gruppenstunden die Ankündigung von Veranstaltungen und Terminen, für die der Stadtjugendring dann zusätzlich damit werben würde.

Am Samstag, 11. Januar, veranstaltet der Stadtjugendring im alten Rathaus seinen Neujahrsempfang (Beginn 17 Uhr), der mit einem kurzen offiziellen Teil beginnen und anschließend der gegenseitigen Vernetzung dienen soll. Hierfür werden noch Helfer aus den Mitgliedsreihen gesucht.

Im März nächsten Jahres findet die Neuwahl des Vorstands statt, wozu dringend Kandidaten gesucht werden. „Ein Weiler, zwei Rheinfelder und ein Inzlinger vertreten derzeit die Lörracher Jugendarbeit“, merkte Jörg Rosskopf an und ergänzte überspitzt: „Ein Narr und zwei Jungsozialisten.“

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