Lörrach Damit es im Unterricht klappt, wird mehr Schulsozialarbeit angestrebt

Marco Fraune
Den Anforderungen begegnen: Die Schulsozialarbeit soll ausgebaut werden. Foto: Pixabay

Dem Bedarf an Schulsozialarbeit an der Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsschule und der Hellbergschule soll durch eine Aufstockung Rechnung getragen werden. Dies ist laut OB „Grundvoraussetzung“.

In beiden Schulen will die Stadt vom Landkreis ermittelte Defizite nun ausgleichen. An der Albert-Schweitzer Schule (ASS) sollen es 30 Prozent an Stellenanteil werden, an der Hellbergschule eine Erhöhung um fünf Prozent im Stellenschlüssel hinzukommen. Nach dem vorberatenden Hauptausschuss ist am Donnerstag der Gemeinderat am Zug, ob die Mehrkosten auch übernommen werden sollen.

Caritas schildert

An der ASS gebe es Vorbereitungsklassen, bei denen über den Unterricht hinaus eine Arbeit mit den Schülern notwendig ist, weiß Lutz. „Es macht Sinn, ein gedeihliches Lernen zu ermöglichen.“ Die Lehrer könnten dies nicht zusätzlich leisten, da sie am Anschlag seien. „Die Schüler brauchen auch eine andere Betreuung.“

Das zeigt auch die Caritas als Dienstleiter der ASS-Schulsozialarbeit auf. An der „rapide steigenden Zahl an Einzelfällen“ sei eindeutig ein stetig wachsender Bedarf an Schulsozialarbeit vor Ort zu erkennen. „Die Schüler haben nicht nur mit psycho-sozialen und familiären sondern auch mit schulischen Problemlagen zu kämpfen, bei deren Aufarbeitung die Schulsozialarbeit für die Schüler eine immens wichtige Anlaufstelle und eine bedeutende Unterstützung darstellen.“

Die Hellbergschule

Die vorhandenen Kapazitäten reichten nicht aus, so die Caritas. Mit der neuen Halbtagsstelle, die erst einmal auf zwei Jahre befristet ist, will die Stadt dem Träger ermöglichen, eine neue Fachkraft zu finden.

Auch für die Hellbergschule, eine Grund-, Haupt- und Werkrealschule, wurde ein Mehrbedarf für die Schulsozialarbeit vom Landkreis Lörrach ermittelt und bestätigt. „Als letzte Werkrealschule im Schulamtsbezirk führt der Standort und Einzugsbereich der Schule zu einer großen Vielfalt an Schülerinnen und Schüler und einer großen Heterogenität“, heißt es in der Mitteilung. Der aktuelle Stellenumfang der Schulsozialarbeit an der Hellbergschule beträgt 100 Prozent, empfohlen wird eine Stellenaufstockung um fünf Prozent auf insgesamt 125 Prozent, wobei 20 Prozent bereits erhöht wurden, sie aufgrund des geringen Umfangs jedoch nicht besetzt werden konnten. „Die Aufstockung ist notwendig, um eine funktionierende Schulsozialarbeit, ein gutes Schulleben und so die Qualität der Schule zu gewährleisten“, so die Stadt weiter. Auch hier könne der Träger durch die Aufstockung eine Fachkraft gewinnen.

Eine „Weiterentwicklung“

Die Stadt Lörrach spricht in ihrer Medieninformation zur Ratsdebatte von einer „Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit in Lörrach“. Die Deputate sollen bedarfsbezogen erhöht werden. Aktuell werden demnach 9,95 Stellen an zwölf Schulen mitgefördert. Den Mehrbedarf sieht die Stadt in einer Zunahme von Kindern und Jugendlichen mit Fluchthintergrund, von Kindern mit Inklusionsbedarf sowie in der Einrichtung einer zweiten Vorbereitungsklasse.

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