Lörrach Deine Zukunft – mach’ was draus

Tipps rund um die Jobwahl – diesmal digital Foto: Die Oberbadische

Lörrach - „Es ist Deine Zukunft! Mach was draus“ – unter diesem Motto fand am Donnerstag ein Berufsorientierungsabend statt. Er wurde als „joint venture“ vom Rotary Club Lörrach und der Elterninitiative des Hebel Gymnasiums „Eltern stellen ihre Berufe vor“ organisiert – coronabedingt erstmals digital. Die Veranstalter waren mit der Resonanz zufrieden.

Heike Walterscheid, Professor of Economics an der DHBW, sowie Vorstandsmitglied des Rotary Club Lörrach, hatte bereits im Spätsommer vergangenen Jahres eine digitale Version der Traditionsveranstaltung angeregt. Zum Glück.

Die 16-jährige Lena vom HTG fand das Angebot wichtig. „Die Antworten waren lebensnah und praxisbezogen. Das hat mich echt weitergebracht.“ Sie hatte sich bei Psychologie und Rechtswissenschaften eingeloggt. Die Veranstaltung habe ihr und ihren Freunden gute Einblicke verschafft, auch darüber, wie beispielsweise ein entsprechender Studiengang ablaufe und welche Eigenschaften man für das Fach mitbringen sollte. „Das Info-Angebot war sehr gut organisiert, man konnte alles fragen, bei Bedarf haben die Referenten sogar zeitlich überzogen.“

Letztere waren im Vorfeld recht schnell gefunden. Berührungsängste mit der diesmal digitalen Auftrittsform konnten zügig überwunden werden, erzählt Walterscheid. Zudem stellte die Duale Hochschule ihre Plattform zur Verfügung. Zum Organisationsteam gehörten außerdem Gaby Bregler, Henning Danckert sowie Clemens Tschöpe.

Ab Oktober waren Anmeldungen für die Schüler möglich, Zielklientel sind die Klassen 9 bis 12. „Zunächst war die Resonanz so frustrierend, dass wir überlegt haben, alles abzublasen“, erklärt Walterscheid. Erst kurz vor knapp ploppte das Interesse hoch, auch noch am Veranstaltungstag selbst. Die Reichweite sei diesmal sogar größer gewesen: Schüler bis nach Waldshut-Tiengen waren mit dabei.

Die vorgestellten 20 Berufsfelder waren allesamt gefragt, als Spitzenreiter kristallisierten sich Mediengestaltung/Grafik-Design, Werbung, Kunst hervor, dicht gefolgt von Psychologie, Architektur-Bauwesen, Unternehmertum, Wirtschaftsinformatik, dem Bereich Gesundheit sowie Journalismus.

Nach der Anmeldung bekamen die Schüler einen Link zugeschickt, der sie in maximal zwei Berufsfelder führte und damit in einen virtuellen Raum, in dem der jeweilige Referent vor Kamera, Mikrofon und virtueller Tafel bereit stand. Jeder stellte kurz sich und seinen Beruf vor, dann begann die Diskussion. Fragen aller Art duften gestellt werden. Manche Bereiche wurden – thematisch passend – zusammengeschaltet. So zum Beispiel die Berufsfelder Medizin und Zahnmedizin. „Dadurch entstand große Lebendigkeit im Austausch und ein Informationsgewinn“, bilanziert die Mit-Initiatorin.

Dabei hätten sich die Schülerinnen und Schüler überraschend planvoll, zielgerichtet und rational erwiesen, stellte Walterscheid fest. „Die haben ganz klare Vorstellungen, fragen direkt nach alternativen Vorbereitungsmöglichkeiten oder wie man seine Chancen auf einen Studienplatz mit numerus clausus verbessern kann.“

Erfreulich aus ihrer Sicht: Auch das Interesse an einer Lehre sei wieder gestiegen. Passenderweise sei beim diesjährigen Orientierungsabend erstmals das Handwerk vertreten gewesen. So wurde die Sparte Heizung/Sanitär von einer Frau präsentiert. „Es gefällt mir immer, wenn Berufe auch jenseits klischeehafter Rollenbilder vorgestellt werden.“

Gefreut hätte sie sich, wenn die Berufsfelder Ingenieurwesen und Elektrotechnik besser nachgefragt worden wäre. „Da werden ja händeringend Leute gesucht.“ Erstaunlicherweise sei das Interesse an medizinischen Berufen, Pharmazie und Forschung gering gewesen, obwohl doch diese pandemiebedingt derzeit im Fokus stünden, wundert sich Walterscheid.

Insgesamt sei ein lebendiger Austausch erfolgt. Häufig gestellte Fragen gingen in Richtung Verdienstmöglichkeit und Zukunftsfähigkeit eines Berufes in puncto Digitalisierung. Die Referenten wiederum machten Mut und gaben Ansporn: „Probiert Euch aus! Habt Mut! Macht das, worin Ihr gut seid. Gestattet Euch, Euch zu irren.“

 Nachfrage per Mail an info@esbv.org

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