Lörrach Den sozialen Ökotarif weiterführen

Die SPD fordert weiterhin das Ein-Euro-Ticket. Foto: Die Oberbadische

Lörrach - Die SPD-Gemeinderatsfraktion Lörrach spricht sich trotz angespannter Haushaltslage erneut für die Weiterführung des Ein-Euro-Tickets in Lörrach aus. Darüber hinaus haben die Sozialdemokraten weitere Forderungen zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs.

Rückblick: Der Gemeinderat hat auf Antrag der SPD am 24. April 2019 zum 1. August 2019 für einen Testlauf bis 31.Juli 2021 das „Ticket4LÖ“ – im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Ein-Euro-Ticket bekannt – beschlossen. „Dies war ein mutiger Meilenstein für einen sozialen Ökotarif für ÖPNV-Umsteiger und Gelegenheitsfahrer“, sagt Fraktionsvize Günter Schlecht.

Der Erfolg gibt den Sozialdemokraten und dem zustimmenden Gemeinderat insgesamt recht. Selbst der Regioverkehrsverbund Lörrach (RVL) ist in der Zwischenzeit überzeugt vom Ein-Euro-Ticket.

Darüber hinaus können sich die Stadträte Christiane Cyperrek und Hubert Bernnat in einem weiteren perspektivischen Schritt einen gemeinsamen Citytarif für das Oberzentrum Lörrach – Weil am Rhein für die Zukunft vorstellen. Außerdem wären nach Meinung der SPD mit Unterstützung des Landes oder des Bundes Modelle für ein 365-Euro-Jahres-Ticket überlegenswert. „Die Bürger sollten schnell, klimafreundlich und bezahlbar von A nach B gelangen“, so die SPD-Stadtratsfraktion in einer Mitteilung.

Ein großes Problem sieht Stadträtin Anette Bachmann-Ade nach wie vor in den viel zu wenigen Verkaufsstellen für das Ein-Euro-Ticket. Ein Verkauf an Automaten und in den Bussen müsste auch nach der Überzeugung von Christa Rufer möglich sein. Horst Simon berichtet von kontinuierlichen Verkäufen in den jeweiligen Ortsverwaltungen.

In ihrer Stellungnahme fordert die SPD weiter: „Nachdem der Eigenbetrieb Stadtwerke mit ÖPNV-Dienstleistungen bereits betraut wurde, muss nun auch der nächste Schritt getan werden: Die Tarifstruktur muss verlässlich attraktiver werden, der Umstieg vom Auto auf den ÖPNV muss auch preislich weiter gefördert werden.

Das Ein-Euro-Ticket ist nicht nur für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ein unschlagbarer Anreiz, sondern er stellt gerade in Verbindung mit den geplanten Park&Ride-Plätzen auch für alle Besucher eine echte Alternative zur Autofahrt in die Innenstadt dar.“ Für die SPD „muss geprüft werden, ob die Finanzierung des ’Ticket4 Lö’ nicht auch in die Stadtwerke Lörrach außerhalb des städtischen Haushaltes integriert werden kann.

Bedauerlich ist für die SPD das weitere Verschieben des „Dynamischen Fahrgast-Info-Systems“. Dieser Digitalisierungsstau sei ein Armutszeugnis für alle Beteiligte und Nutzer des Nahverkehrs. Begrüßt wird ausdrücklich die für April 2021 vorgesehene städtische Vorlage zum Einsatz von Wasserstoff im Busverkehr. Mit dem Wasserstoffeinsatz im Nahverkehr hofft die SPD auf technische Alternativen zum Diesel und Elektroantrieb in Bussen und nicht elektrisierten Bahnstrecken.

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