Lörrach Der Hoffnungsstreifen wird breiter

Lörrach - Die katholische Pfarrei Sankt Peter schöpft Hoffnung, dass sie die Sanierung ihrer Kirche mit dem einsturzgefährdeten Dach nun doch finanzieren kann und dass die Kirche erhalten werden kann. Die Sanierung soll geschätzt 2,5 Millionen Euro kosten. Pfarrer Thorsten Becker berichtete bei der Gemeindeversammlung am Sonntag, die Erzdiözese wolle einen Kompromissvorschlag der katholischen Kirchengemeinde Lörrach-Inzlingen offen prüfen.

Diözese würde Renovierung des Daches übernehmen

„Wir haben alle das Gefühl, dass der Hoffnungsstreifen breiter wird“, sagte Diakon Ralf Ochs. Die moderne Kirche beim Grüttpark ist seit Juli 2018 geschlossen, weil das denkmalgeschützte Dach einsturzgefährdet ist (wir berichteten). Bei der Gemeindeversammlung im Mai war noch die Rede davon, dass jeweils ein Drittel der Bausumme von der Kirchengemeinde Lörrach-Inzlingen, von der Erzdiözese und über einen Kredit finanziert werden sollten.

Da es für die Gemeinde aber sehr schwer wäre, rund 800 000 Euro aufzubringen, hat sie der Diözese nun einen Kompromissvorschlag vorgelegt: Danach würde die Diözese die Renovierung des Daches für rund 1,5 bis 1,6 Millionen Euro vollständig übernehmen. Für die Außenrenovierung der Kirche würden die Gemeinde und die Diözese jeweils 300 000Euro beisteuern, weitere 300 000 Euro würden über einen Kredit bereitgestellt.

An Beschlüsse des Kirchensteuerparlaments gebunden

Er sei zuversichtlich, dass Erzbischof Stephan Burger und die Verantwortlichen der erzdiözese den Kompromissvorschlag ernsthaft prüften, sagte Becker. Aber auch der Bischof sei an die Beschlüsse des Kirchensteuerparlaments gebunden. Danach dürfe die Diözese kein Geld mehr für Gebäuderenovierungen ausgeben, bis alle Beschlüsse zur Pastoralreform 2030 gefasst seien. Ab 2030 sollen die Katholiken der Erzdiözese in 40 Großpfarreien zusammengefasst werden.

Auf die Frage eines Mannes sagte Becker: Auch Oberbürgermeister Jörg Lutz und die Landrätin stünden hinter einer Renovierung der Kirche, weil sie das Gebäude als Wahrzeichen, Konzertsaal und Gotteshaus schätzten.

Pfarrei wird sich verändern

Die Pfarrei Sankt Peter wird sich in den kommenden Jahren verändern, weil die Zukunft des eigenen Gotteshauses offen ist, und auch wegen der Kirchenreform. Daher startete das Gemeindeteam am Sonntag eine Zukunftswerkstatt unter dem Motto „Gemeinsam schaffen wir das – neue Räume des Glaubens entdecken“. Alle Gläubigen seien eingeladen mitzumachen, sagte Ochs.

Da man über den eigenen Tellerrand hinaus schauen wolle, werde man auch die benachbarten evangelischen Gemeinden, Vereine und die politische Gemeinde einladen.

Bis 27. Oktober können die Gläubigen zunächst an einer Pinnwand im Gemeindehaus Kritik, Lob und Wünsche äußern. Die ersten neuen Projekte sollen im Frühjahr 2020 starten. Ochs ermutigten die Gläubigen bei der Versammlung außerdem, für die Pfarrgemeinderatswahl am 22. März 2020 zu kandidieren.

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