Lörrach „Die Burg ruft!“

Lörrach - „Die Burg ruft – und alle kommen“, freute sich Oberbürgermeister Jörg Lutz über den enormen Andrang bei der Vernissage zur Sonderausstellung „Burg Rötteln – Herrschaft zwischen Basel und Frankreich“.

Zahlreiche Besucher aus der trinationalen Region füllten am Freitagabend den Hebelsaal des Dreiländermuseums und verschafften sich nach dem offiziellen Teil einen ersten Eindruck von der einzigartigen Schau mit 450 Exponaten (wir berichteten ausführlich).

Unter den Gästen waren unter anderem Landrätin Marion Dammann als Präsidentin des Röttelnbundes, der Weiler Oberbürgermeister Wolfgang Dietz und Ralf Wagner als Vertreter der Landesstelle „Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg“.

Lutz betonte, die Burg habe auch im touristischen Bewusstsein von Stadt und Region einen festen Platz und rücke durch die reiche Sammlung von Exponaten im Dreiländermuseum wieder stärker in den Fokus der Heimatgeschichte.

Gleichermaßen begeistert zeigte sich der Vorsitzende des Röttelbunds und Burgvogt Uwe Gimpel. Ihn freuen die hohen Besucherzahlen, die Jahr für Jahr registriert würden: Die Röttler Burg verzeichne mehr Publikum als die Festungsruine Hohentwiel bei Singen.

„Endlich wird den Kunststücken der Burg Rötteln ein würdiger Rahmen gegeben“, erklärte der für Burgen und antike Badruinen zuständige Schwetzinger Konservator Ralf Wagner von der Landesstelle „Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg“.

Museumsleiter Markus Moehring erklärte nicht ohne Stolz: „Heute eröffnen wir die größte Ausstellung, die es jemals zur Burg Rötteln gab.“ Er dankte den fünfzig Frauen und Männern, die mehrere Monate in die Vorbereitung eingebunden waren, allen voran Kurator Dominik Baiker.

„Wir begegnen auf der Burg dem Mittelalter in einer großen Anlage mit viel authentischer Bausubstanz und haben dazu einen herrlich weiten Blick vom Bergfried ins Dreiland“, sagte er.

Obendrein besitze man vor Ort eine einzigartige Sammlung mit über tausend Objekten, die vom Leben auf der Burg und ihrer Bedeutung erzähle. „Das gibt es nur zu wenigen Burgen am Oberrhein und ist für unsere Region von unschätzbarem Wert.“

Klanggeschichten aus Burgzeiten machten die Vernissage auch zu einem musikalischen Genuss. Es spielte und sang die Gruppe „Schellmery“ mit Drehleier, Harfe, Dudelsack, Schalmei und Percussion.

Die bis 17. November dauernde Sonderausstellung im Dreiländermuseum ist in fünf große Themenkomplexe gegliedert. Sie befassen sich mit den aufeinander folgenden Perioden des Burglebens und drei Komplexen über die Herrschaften – zunächst die Herren von Rötteln, dann die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg, schließlich die Markgrafen von Baden.

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