Lörrach Die HTG-Erweiterung nimmt Formen an

Die Oberbadische
Digitale Skizze des Neubaus auf dem HTG-Gelände Visualisierung: zVg/Höfler & Stoll Architekten Quelle: Unbekannt

Lörrach (bk). Für den Erweiterungsbau des Hans-Thoma-Gymnasiums (HTG) favorisiert die Stadt den Vorschlag des Büros „Höfler & Stoll Architekten“ aus Heitersheim. Am Donnerstag wird das Thema im Ausschuss für Umwelt und Technik erörtert.

Das Verfahren

Vorausgegangen war ein EU-weites zweistufiges Vergabeverfahren, an dem sich 23 Büros beteiligt hatten – acht wurden in die zweite Stufe übernommen.

In Vergabegesprächen mit Fachleuten von Stadtverwaltung und Stadtbau sowie Dea Ecker (Heidelberg) als Mitglied des Gestaltungsbeirats wurden die einzelnen Lösungsansätze im Detail diskutiert und bewertet. Die Arbeit von „Höfler & Stoll“ setzte sich schließlich durch. Kriterien waren neben Ausrichtung und Funktionalität des Baus unter anderem auch der Umgang mit den umliegenden Freiflächen.

Die Ergebnisbegründung

Begründet wird das Resultat des Verfahrens etwa mit der „guten Platzierung“ des dreigeschossigen Gebäudes zwischen Platanen und Sportplatz. Querungen seien in alle Richtungen auf dem Campus möglich. Auch die Durchlässigkeit zu den Bestandsgebäuden sei gegeben.

Der Außenbereich

Der Bereich der heutigen Tribüne werde weitgehend überbaut. Als Ersatz werde seitlich eine neue Treppenanlage mit Freisitz angeboten. Neben dem Neubau bleibe der direkte Zugang vom Schulhof zum Sportplatz erhalten.

Der Entfall von Freiflächen werde in der Planung thematisiert, „als Kompensation werden kleinteilige Bereiche auf den Dachflächen mit unterschiedlichen Nutzungen (Sport, Erholung) vorgeschlagen“, so die Fachbereichsleiterin „Grundstücks- und Gebäudemanagement“, Annette Buchauer, in der Vorlage. Auf der Dachfläche wäre ebenfalls eine Erweiterung durch zwei zusätzliche Klassenzimmer möglich.

Das Gebäude

Buchauer weiter: „Im Erdgeschoss und Obergeschoss befinden sich je vier Klassenzimmer, jeweils ein Lehrerstützpunkt und WCs. Im obersten Geschoss findet sich neben zwei weiteren Klassenzimmern ein Dachgarten, der als Sportfläche, grünes Klassenzimmer oder im Bedarfsfall auch als Erweiterungsfläche dienen kann.“

Die Jury würdigt in ihrer Beurteilung die „starke Ausstrahlung von Schule als angenehmen Lern- und Begegnungsort.“ Auch die beiden unter Denkmalschutz stehenden Gebäude würden durch den Neubau in ihrem Erscheinungsbild nicht beeinträchtigt oder dominiert.

Der Zeitplan

Vorgesehen ist, die Bebauungsplanverfahren bis Ende 2022 vorzunehmen, Entwurfsplanung und Kostenberechnung werden bis Ende März 2023 erwartet. Ein Jahr später soll die Bauphase starten.

Der Erweiterungsbau soll zu Beginn des Schuljahres 2025/26 in Betrieb genommen und die Umbauphase im Bestand bis Frühjahr 2026 abgeschlossen werden.

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