Lörrach „Die  Show muss in sich stimmig sein“

Zirkusdirektor Sascha Melnjak freut sich auf das Gastspiel in Lörrach. Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Der Groß-Zirkus Charles Knie gastiert vom 21. bis 23. September in Lörrach. Wir sprachen vor dem Gastspiel mit Zirkusdirektor Sascha Melnjak.

Frage: Herr Melnjak, was macht für Sie als Zirkusdirektor die ’Faszination Zirkus’ aus?

Zirkus ist mein Leben – ich kann mir heute nichts anderes mehr vorstellen. Faszinierend ist für mich das ständige Umherreisen, viele Leute kennenzulernen und mit den verschiedensten Nationalitäten und Mentalitäten sowie Tierarten auf engstem Raum zusammen zu leben und zu arbeiten.

Ich habe mir mit „meinem“ Zirkus Charles Knie einen lang ersehnten Kindheitstraum erfüllt. Mit sechs Jahren war ich 1981 das erste Mal in einem Zirkus – damals mit meiner Oma in Stuttgart im Circus Corty Althoff. Von da an wusste ich, dass ich später einmal in einem Zirkus arbeiten möchte. Ich wollte Artist, Zauberer oder Ansager werden. Heute habe ich einen eigenen Zirkus, stehe selbst aber nicht im Rampenlicht, sondern arbeite im rollenden Zirkusbüro – organisieren, verwalten, und, und, und . . .

Frage: Was erwarten die Besucher von einem Großzirkus Ihrer Art, wenn er auf seiner Tournee in der Stadt – zum Beispiel in Lörrach – gastiert?

Wir sind mit unserer Show ganz dem klassischen Zirkus treu geblieben. Zirkus Charles Knie reist in der Saison mit einem der artenreichsten rollenden Zoos Europas: rund 100 Tiere aus allen Kontinenten der Erde.

Weitere zwei Säulen unserer Zirkusshow: die Artistik und die Clownerie. Voller Stolz präsentieren wir gleich mehrere Darbietungen, die bei Internationalen Circusfestivals ausgezeichnet wurden. Besonders froh bin ich natürlich, dass wir in diesem Jahr die weltbeste gemischte Raubtiergruppe mit Alexander Lacey präsentieren können. Der Gewinner des Goldenen Clowns beim Circusfestival von Monte Carlo tritt nach einem sechsjährigen Engagement als Star des Ringling Bros. And Barnum & Bailey Circus, dem größten Circus der Welt in den USA, erstmals wieder in Europa auf.

Frage: Und wie werden Sie den Ansprüchen des Publikums gerecht?

Ich lege ganz besonderen Wert darauf, dass mein Programm für alle Altersklassen Höhepunkte beinhaltet. Kinder und Familien müssen sich genauso gut amüsieren, wie Erwachsene, Rentner und Jugendliche. Für jeden muss eben etwas dabei sein. Das unterhaltende Element ist auch sehr wichtig. Es bringt nichts, nur Höchstleistungen aneinander zu reihen – die Show muss in sich stimmig sein, und es muss viel zu lachen geben. Die Zuschauer wollen einfach gut unterhalten werden und für zweieinhalb Stunden dem hektischen Alltag entfliehen. Für mich ist es auch sehr wichtig, charismatische Artisten zu finden, die in der Manege Lebensfreude und Sympathie versprühen. Mehrere Artistenagenturen arbeiten für uns und bieten uns Darbietungen an – sie kennen unsere Programme und meinen Geschmack.

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