Lörrach. Streng genommen war es eine eigene, neue Kunstform, die das Ensemble „Bakkhos puns“ am Samstag im Theaterhaus von Tempus fugit vorstellte. Die Künstler bezeichnen sich als Ensemble für „gesprochenen Jazz“, was durchaus wörtlich zu nehmen ist.

Von Gottfried Driesch

Jazz-Nummern im klassischen Sinn fanden sich im Programm nur wenige. Diese aber waren hinreißend – mit hervorragend gespielten Solopassagen vom Klavier mit Schlagzeug, der Trompete oder der elektrischen Gitarre.

Das Programm war vielmehr geprägt vom „gesprochenen Jazz“: Die sechs Musiker ordnen sich dabei ganz dem Text unter. Mal lyrisch, mal exzessiv und mal dramatisch tönte die Musik. Alle Texte werden ausschließlich in englischer Sprache vorgetragen. Viele Themenbereiche wurden von den Sprechern angesprochen.

Die Gruppe wurde von dem schwedischen Komponisten Johan Olsson und dem deutschen Schauspieler Caspar Weimann gegründet. Weimann erarbeitete auch das Konzept des Programms. Die Texte stammten vorwiegend von Luke Kennard.

Die Musiker Alistair Payne (Trumpet, Schottland), Xavi Torres (Piano, Spanien), Teis Semey (Gittarr, Dänemark), Johan Olsson (Saxofon, Komposition, Schweden), Brodie Jarvie (Kontrabass, Schottland) und Guy Salamon (Schlagzeug, Israel) waren eine Klasse für sich. Gefühlvoll und mit großem Können begleiteten sie die Texte mit sicherem Stil.

Für das gesprochene Wort waren Luke Kennard (Dichter, England), Caspar Weimann (Schauspieler, Konzept, Deutschland), Virginia Hartmann (Schauspielerin, Deutschland), Rasmus Friedrich (Schauspieler, Deutschland), Maximilian Schaible (Schauspieler; Deutschland) und Yusuf Röben (Schauspieler; Deutschland) verantwortlich. Mit When the Shine Suns“ stellten die Künstler ihr erstes, in Kooperation mit Tempus fugit entstandenes, Album vor.