Lörrach Die Stadt ist sicherer geworden

Im vergangenen Jahr wurden in Lörrach 53 Wohnungseinbrüche verübt.            Foto: Archiv

Lörrach - Die jetzt vorgelegte Kriminalitätsstatistik des Jahres 2019 weist für die Stadt Lörrach einen positiven Trend auf: Es wurden weniger Straftaten verübt. Lediglich die Zahl der Betrugsdelikte ist leicht gestiegen.

Insgesamt hat das Polizeirevier Lörrach für das Stadtgebiet mit Ortsteilen 3782 Straftaten erfasst. Gegenüber 2018 bedeutet das eine Rückgang um 708 Fälle. Die Statistik entspricht etwa der des Landkreises und des Landes. Überall war die Zahl der Straftaten rückläufig.

Die Aufklärungsquote im Bereich der Stadt Lörrach ist nahezu konstant geblieben. Zwei von drei Straftaten (63,5%) konnten aufgeklärt werden.

Diebstähle

In Lörrach wurden im vergangenen Jahr 1207 (Vorjahr: 1306) Diebstähle verübt. Diese Delikte machen den größten Anteil aller Straftaten aus. Fast jede dritte ist ein Diebstahl. Allerdings stieg sowohl die Zahl der Fahrraddiebstähle auf 252 (233) als auch der Ladendiebstähle auf 400 (366).

Während die Zahl der Einbrüche, die auch unter den Diebstahlsdelikten geführt werden, in Wohnungen deutlich von 69 auf 53 Fälle gesunken ist, wurde häufiger in Büros und Werkstätten eingebrochen. Hier gab es 30 (21) Fälle.

Straßenkriminalität

Um 159 Straftaten ist die Straßenkriminalität gesunken. Registriert wurden hier 690 (849) Fälle. Die Delikte setzen sich wie folgt zusammen: Fahrraddiebstähle 238 (210), Sachbeschädigung an Autos: 162 (166), sonstige Sachschäden: 140 (213), Diebstähle aus Autos: 59 (121), gefährliche Körperverletzung im öffentlichen Raum: 22 (34), Diebstähle von motorisierten Zweirädern: 10 (23). Nur gut jede zehnte Straftat in diesem Bereich konnte aufgeklärt werden.

Sachbeschädigungen

Bei jeder zehnten Straftat handelte es sich um eine Sachbeschädigung. Ihre Zahl ging auf 443 (644) Fälle um fast ein Drittel zurück.

Körperverletzungen

439 (499) Rohheitsdelikte wurden im vergangenen Jahr in Lörrach verübt. Dazu gehören 73 (80) gefährliche Körperverletzungen, 12 (12) Raubdelikte und 2 (5) Kindesmisshandlungen. Außerdem wurden 93 (107) Delikte gegen die persönliche Freiheit registriert. Dazu zählen: Bedrohung: 60 (72), Nötigung: 28 (28), Freiheitsberaubung: 1 (4) und ein Fall von Menschenhandel.

Die Gewaltkriminalität ist auf 94 (98) Fälle gesunken. Dazu gehören: gefährliche Körperverletzung, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung bis Mord. Die Aufklärungsquote liegt hier zwischen 82 und 94 Prozent.

Vermögens- und Fälschungsdelikte

Hier ist ein leichter Anstieg auf 811 (803) Fälle zu beobachten. Den größten Anteil machen Betrugsdelikte mit 670 (654) Fällen aus. Darin enthalten sind auch die Anrufstraftaten mit einem hohen Zuwachs. Allein als „falsche Polizeibeamte“ gaben sich 151 (26) Personen aus. Der Enkeltrick wurde 37 (17) Mal angewendet.

Rauschgiftkriminalität

Hier sind die Fallzahlen mit 292 (425) deutlich rückläufig. Verstöße im Zusammenhang mit Cannabisprodukten liegen mit 200 (272) Fällen weit vorne. Die Aufklärungsquote ist mit 94 Prozent sehr hoch.

Gewalt gegen Polizisten

Ansteigend ist die Zahl der Widerstandsdelikte bei Polizeieinsätzen mit 27 (24). Gewalt gegen Polizeibeamte wurde 43 (64) Mal ausgeübt.

Tatverdächtige

1767 (1974) Tatverdächtige wurden ermittelt. 687 (798) waren nichtdeutscher Nationalität. Rechnet man die Aufenthaltsverstöße heraus, die nur Nichtdeutsche begehen können, verbleiben 592 (609) nichtdeutsche Tatverdächtige, davon wiederum 99 (122) Asylbewerber/Flüchtlinge. Von Letzteren wurden 30 (30) Diebstähle begangen, darunter 22 (27) Ladendiebstähle und 39 (40) Vermögens- und Fälschungsdelikte, 15 (31) Körperverletzungen und 9 (13 Rauschgiftdelikte. Die meisten Straftaten nichtdeutscher Verdächtiger wurden von Italienern (79), Schweizern (53), Türken (45), Rumänen (42) und Syrern (37) verübt.

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