Lörrach Die Tourismus-Formel: Lörrach = herausragende Lebensart

 Foto: Kristoff Meller

Lörrach - Die Stadtverwaltung hat gemeinsam mit der „ift Freizeit- und Tourismusberatung“ sowie etlichen lokalen Akteuren aus der Branche eine Tourismusstrategie entwickelt. Die angestrebte Positionierung bilden die Initiatoren in einer griffigen Formel ab: „Lörrach = herausragende Lebensart in der Dreiländerregion“.

"Beste Lebensart“ steht gar im umfangreichen Papier der „ift“ – indes wollte die Kommune diesen Superlativ wohl doch nicht wörtlich in die Sitzungsvorlage für den Hauptausschuss übernehmen, der die Strategie am Donnerstag erörtern wird.

Die Ausgangslage

Selbstbewusst ist der Ansatz gleichwohl: Zwar liege die durchschnittliche Auslastung der Beherbergungsbetriebe, die „Tourismusintensität“, ebenso wie die Aufenthaltsdauer noch unter dem Schnitt von Landkreis und Bundesland. Indes gibt die dynamische Entwicklung der Zahlen Anlass zur Hoffnung, dass die große Kreisstadt touristisch auf dem richtigen Weg ist und ihr Potenzial längst noch nicht ausgeschöpft hat.

Mit der Eröffnung des 4-Sterne-Superior Hauses „Steigenberger Hotel Stadt Lörrach“ und des Hostels „Heimathafen“ konnten die Bettenkapazitäten deutlich gesteigert und neue Zielgruppen erreicht werden, so die vom Fachbereichsleiter „Kultur und Tourismus“, Lars Frick, verfasste Sitzungsvorlage. „Von 2016 auf 2017 stiegen die zuvor stagnierenden Übernachtungen um 12,5 Prozent und im darauffolgenden Jahr nochmals um 26,1 Prozent: 2018 erreichte die durchschnittliche Auslastung der Beherbergungsbetriebe den höchsten Wert der letzten zehn Jahre“, so Frick.

Die Ziele

Diese Entwicklung soll durch die neue Tourismusstrategie gefördert werden. Zwei – weit gefasste – Kernziele werden in der Vorlage genannt: „Die Steigerung der Attraktivität von Lörrach als Ort zum Erleben, Leben, Arbeiten und Investieren“ sowie „die klare Positionierung und Stärkung der gemeinsamen Identität“. Im Prozess sei großen Wert „auf das gemeinsame Erarbeiten der Ziele aller beteiligten Akteure gelegt worden“, betont der Fachbereichsleiter.

Die Grundlagen

Als Grundlagen für das Erreichen dieser Ziele nennt die Publikation der „ift“ sowohl „das Ausschöpfen der besonderen Potenziale des Tourismus und das Sichtbarmachen des Nutzens“ als auch den „Ausbau und die Sicherung von qualitätsvoller Infrastruktur, Attraktionen und Angeboten“.

Die Strategie

Dabei sei die „Weiterentwicklung eigener Potenzial-Themen“ ebenso wichtig wie die Herausarbeitung von Alleinstellungsmerkmalen und eine „differenzierte Kommunikationsstrategie“, die das Umland ebenso in den Blick nimmt wie den überregionalen Kontext.

Maßnahmen

Frick nennt als konkrete, für das Jahr 2020 angedachte Maßnahmen unter anderem ein „neues, emotionaleres Kommunikationskonzept“ und den Ausbau des digitalen Marketings. Mit dem Relaunch der städtischen Website und dem neuen „Tourismus-Auftritt“ sei bereits ein bedeutender Schritt in diese Richtung unternommen worden. Eine neue Facette der Kommunikation sei die verstärkte Ansprache der französischen Nachbarn.

An Bedeutung gewinnen soll zudem die Lörracher Fasnacht, die bisher eine untergeordnete Rolle im touristischen Standort-Marketing gespielt habe. Hierfür werde die Zusammenarbeit mit der Narrengilde ausgebaut; in diesem Zusammenhang sei auch ein Zuschuss für die Gilde geplant.

Auch mit Burghof und Stimmen-Festival sollen die gemeinsamen Anstrengungen intensiviert werden.

Die Positionierung

Die künftige touristische Verortung der Lerchenstadt beinhaltet demnach drei Säulen: Lörrach soll wahrgenommen werden als das deutsche Zentrum der Dreiländerregion, die Stadt des Erlebniseinkaufs und als die Stadt der Feste und Festivals. Diese „Masterthemen“ bilden gewissermaßen Positionierungs-wunsch und Basis für die Überarbeitung des Tourismusmarketing.

In der Summe soll sich letztlich die Wahrnehmung Lörrachs als Stadt mit herausragender Lebensart im Dreiland etablieren.

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