Lörrach - Mit einem Medikamentendosierer haben Schüler des Schülerforschungszentrums Phaenovum Lörrach-Dreiländereck zusammen mit ihrer Lehrerin Renate Spanke am Samstag auf der internationalen Fachmesse für Ideen, Erfindungen und Neuheiten in Nürnberg (iENA) eine Silbermedaille gewonnen. Der „Pill-O-Mat“ ist ein Medikamentendosierer für die ambulante Pflege. Er vermeidet durch ein neues Befüllsystem Fehler bei der Medikation und unterstützt Patienten bei der korrekten Medikamenteneinnahme.

„Pill-O-Mat"

Jährlich entstehen hohe gesundheitliche und finanzielle Schäden durch falsche Medikamenteneinnahme. Die Schüler aus Lörrach entwickelten daher einen Medikamentendosierer, der Patienten akustisch, visuell oder haptisch an die Einnahme ihrer Medikamente erinnert. Betreut wurden sie von Renate Spanke und Gerhard Holetzke. Den „Pill-O-Mat“ präsentierten die drei Jungforscher bereits im März beim 53. Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in Stuttgart. Als Sonderpreis durften sie ihre Erfindung dann im Juni auf der Nobelpreisträgertagung in Lindau vorstellen.

Der „Pill-O-Mat“ entstand als Teil des mikromakro Programms, das die Baden-Württemberg-Stiftung von 2008 bis 2015 finanzierte. Insgesamt wurden auf der iENA neun Schülerprojekte aus den Programmen „mikromakro“ und „mikro makro mint“ ausgezeichnet.

Förderung von 2500 Euro

Die Baden-Württemberg- Stiftung fördert Tüftlerteams im ganzen Land Das Programm „mikro makro mint“ soll Kinder und Jugendliche anregen, sich mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu beschäftigen. Das Programm weckt bei den Schülern durch praktisches Arbeiten in einer Projektgruppe Spaß und Motivation für die MINT-Fächer. Die Projektlaufzeit beträgt ein Schuljahr und jedes Forscherteam wird mit bis zu 2500 Euro gefördert.