Lörrach Drei Länder, eine Sammlung

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Das Dreiländermuseum Lörrach weiht am Sonntag, 18. September, den sechs Millionen Euro teuren Neubau für sein Museumsdepot ein. Zahlreiche Gäste aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz feiern das für den Oberrhein wichtige Ereignis im Dreiländereck.

Lörrach. „Auf Dauer gesichert ist mit dem Bau die europaweit einzigartige Dreiländersammlung. Sie ermöglicht einen konsequent grenzüberschreitenden Blick auf Geschichte, Kultur und Identität einer europäischen Region: dem Oberrhein mit seinen Teilregionen Baden, Elsass und Nordwestschweiz“, betont die Stadt in einer Medienmitteilung.

Das Interreg-Projekt

Der Depotbau ist Kern des viel umfassenderen Interreg-Projektes „Die Dreiländersammlung – Ein neues Sammlungsdepot zur grenzüberschreitenden Nutzung für Tourismus, Bildung und Forschung“. 30 Partner in Frankreich, Deutschland und der Schweiz aus den Bereichen Kultur, Geschichte und Tourismus zeigen während des Projektzeitraums von drei Jahren (1. März 2020 – 28. Februar 2023) vielfältige grenzüberschreitende Nutzungsmöglichkeiten der Dreiländersammlung: in Ausstellungen, im Universitätsstudium, bei Geschichtsvereinen, in Form von Apps und Datenbanken oder bei touristischen Events.

Bei allen Angeboten geht es darum, den Nachbarn zu begegnen und sie auch auf Grund ihrer historischen Prägung besser zu verstehen.

Die Odyssee endet

„Für das Dreiländermuseum geht eine 140 Jahre dauernde Odyssee zu Ende“, so Museumsleiter Markus Moehring. Seit ihrer Gründung 1882 war die Sammlung des Lörracher Museums an zahlreichen unterschiedlichen Orten, oft wenig professionell und schlecht zugänglich, untergebracht. Denn nur drei Prozent der umfangreichen Sammlung werden im Museumsgebäude auf 1300 Quadratmeter öffentlich gezeigt. 97 Prozent werden im Depot betreut und stehen dort für Sonderausstellungen und Recherchen zur Verfügung.

Rückhalt in Bevölkerung

Auch die Bevölkerung trägt den Bau mit großem Engagement mit: Spenden von fast einer halben Million Euro kamen für den Bau des Depots und die Unterbringung der Sammlung zusammen, darunter allein 250 000 Euro vom traditionsreichen Museumsverein Lörrach.

Überzeugende Architektur

Der Depotbau ist zwar ein Zweckbau, wurde jedoch von Architekt Frank Hovenbitzer (Büro wilhelm und hovenbitzer freie Architekten bda) mit hohem Anspruch an Ästhetik und Nachhaltigkeit errichtet. Lörrachs Oberbürgermeister Jörg Lutz formuliert entsprechend in seiner Einladung zur Depoteinweihung: „Innovative Baulösungen mit dem Erhalten der Geschichte und Kultur unserer trinationalen Region zu verbinden – das war unser Anspruch an den Neubau des Museumsdepots“.

Der Umzug

Am Tag nach der Einweihung beginnt dann der Umzug der 50 000 Objekte der Dreiländersammlung in 100 Lkw-Ladungen. Die fachgerechte Magazinierung der gesamten Dreiländersammlung im neuen Gebäude wird anschließend noch Monate erfordern.    Weitere Infos unter: https://www.interreg-oberrhein.eu/projet/die-dreilaendersammlung/

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