Lörrach Dröschischopf in Flammen

Lörrach-Brombach - Abgebrannt ist am späten Samstagabend der „Dröschischopf“ bei Brombach. Das Gebäude diente insbesondere dem städtischen Werkhof als Außenlager für technische Geräte. Personen wurden offenbar nicht verletzt, die Ursache ist bislang nicht bekannt.

Die Abteilungen Brombach und Haagen der freiwilligen Feuerwehr Lörrach wurden am Samstag von der integrierten Leitstelle um 22.22 Uhr wegen eines Gebäudebrands im Bereich Roßwangweg alarmiert. Bereits auf der Anfahrt waren Flammenschein und eine Rauchsäule erkennbar. Der etwa 200 Meter außerhalb der Wohnbebauung liegende, ehemalige „Dröschischopf“ stand bereits im Vollbrand.

Tanklöschfahrzeuge nachgefordert

Aus dem Einsatzabschnitt Nord wurde zusätzlich die Abteilung Hauingen sowie aus dem Einsatzabschnitt Süd der Abteilung Lörrach der Löschzug Tumringen und darüber hinaus zwei Tanklöschfahrzeuge nachgefordert.

Die Dunkelheit, enge Anfahrtswege sowie die Wasserversorgung über lange Wegstrecken erschwerte die Einsatzbedingungen. Zum Objekt musste eine 250 Meter lange Wasserförderung aufgebaut werden. Die in Haagen stationierte Drehleiter wurde insbesondere zur großflächigen Ausleuchtung der Einsatzstelle eingesetzt.

Video zum Brand

Bereits während der Löscharbeiten stürzten Großteile des Gebäudes in sich zusammen. Nach einer ersten Sichtung und Freigabe des polizeilichen Brandermittlungsdienstes wurden noch stehende, einsturzgefährdete Reste der Brandruine im Auftrag des Werkhofs durch ein örtliches Unternehmen eingerissen, um eine weitere Gefährdung auszuschließen. Die Brandruine wurde anschließend mittels Bauzäunen gesichert.

Rund 80 Kräfte im Einsatz

Im Einsatz waren insbesondere in der Anfangsphase rund 80 Kräfte der Feuerwehr mit zwölf Fahrzeugen unter der Leitung des Brombacher Abteilungskommandanten Sascha Vollet, Stadtbrandmeister Manuel Müller war ebenfalls zur Stelle. Auch der Hauinger Abteilungskommandant Thomas Göttle sowie der stellvertretende Feuerwehrkommandant Stephan Schepperle übernahmen als Leiter zwei Einsatzabschnitte. Zudem waren Polizei, der stellvertretende technische Werkhofleiter Frank Rimkus sowie der Energiedienst im Einsatz.

Die medizinische Absicherung der auch unter Atemschutz arbeitenden Feuerwehrleute wurde zunächst durch einen Rettungswagen des Regelrettungsdienstes geleistet. Später wurde dieser durch einen Rettungswagen der Schnelleinsatzgruppe des Ortsvereins Schopfheim abgelöst.

Oberbürgermeister Jörg Lutz sowie der stellvertretende Fachbereichsleiter „Straßen Verkehr, Sicherheit“, Stephan Meier, wurden von der Einsatzleitung umgehend über die Schadenslage informiert. Die letzten Kräfte der Feuerwehr konnten am frühen Sonntagmorgen gegen 4 Uhr abrücken, so der Bericht von Stephan Schepperle.

Bei ersten Schätzungen der Schadenshöhe nannte die Polizei einen Betrag in Höhe von rund 100 000 Euro.

Spendenaufruf

„Mit dem Dröschischopf ist in der Nacht auf Sonntag auch das Narrenschiff „Ammeledä“ der Narrengilde verbrannt. Außer einem verkohlten Stahlgerippe ist nichts vom Wagen übrig geblieben. Stromagregat, Kompressor, Konfettikanone, Musikanlage – alles verbrannt“, schreibt Obergildenmeister Jörg Roßkopf. Das Gleiche gelte für Stichel und Stangen für das Narrenbaumstellen.

Sein Appell: „Helfen Sie mit, dass auch künftig ein ’Narrenschiff’ den Abschluß der Lörracher Umzüge markieren kann. Die Narrengilde ist dankbar über jede Spende. Spenden können auf das Konto der Narrengilde bei der Sparkasse Lörrach überwiesen werden: DE93 68350048 0001022243, Stichwort: Ammeledä.  auf unserer Homepage ist auch eine Videoaufnahme des Brands zu sehen.

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