Lörrach Ein besonderes Bündnis

Freuen sich über die Nominierung (v.l.): Rike von der Heide, Beatrice Kaltenbach-Holzmann, VHS-Vize Harald Erbacher und Axel Rulf.                                Foto: Gabriele Hauger

Lörrach. Die Dieter-Kaltenbach-Stiftung hat sich gemeinsam mit der Volkshochschule Lörrach für den Deutschen Kita-Preis 2021 in der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ beworben. Seit 2018 wird der Preis verliehen. Von bundesweit über 1 200 Bewerbungen ist das innovative Lörracher Bündnis nun für die Endrunde der letzten 15 nominiert worden. „Damit wird die tolle Arbeit der Dieter-Kaltenbach-Stiftung gewürdigt, die bundesweit Vorbildcharakter hat“, lobte VHS-Leiter Axel Rulf beim gestrigen Pressegespräch-

Der Preis ist insgesamt mit über 130 000 Euro dotiert und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. In Baden-Württemberg sind nur noch zwei weitere Einrichtungen in dieser Kategorie nominiert. Rulf zeigte sich zuversichtlich, dass die Lörracher auch ins Finale kommen und vielleicht am Ende sogar die Nase ganz vorn haben.

Gründe dafür gibt es genug, war von ihm sowie von der beiden Vertreterinnen der Stiftung, Beatrice Kaltenbach-Holzmann und Rike von der Heide, zu erfahren. Volkshochschule und Kaltenbach-Stiftung sind wichtige Bündnispartner. Seit 1978 werden dort VHS-Kurse angeboten, zunächst im Gestaltungsbereich für Erwachsene, schnell auch für Kinder und Jugendliche. Schritt für Schritt kamen viele Netzwerk-Partner dazu, Kita, Hort und Ferienbetreuung siedelten sich an, Ehrenamtliche stießen hinzu, die viele Projekte unterstützen und am Leben erhalten, erzählte Rike von der Heide. Dazu gehörten beispielsweise der Eselsgarten, die Hausaufgabenbetreuung oder die Pflege der gepachteten Wiese, auf der Kinder Natur erleben können. Neben Kreativität sind Bewegung und Sport, unter anderem durch Zirkusworkshops im Angebot.

„Wir wollen für das ganze Quartier, für alle Schichten offen sein“, betonte Beatrice Kaltenbach-Holzmann. Mit den rund 200 Kursen jährlich erreicht das Angebot an die 2000 Kinder. Partizipation werde zudem groß geschrieben, Eltern und Erzieher miteinbezogen. „Jeder kann zuschauen, mitmachen, sich engagieren“, ergänzte sie. Selbst etwas tun und erfahren, begreifen und zu sich selbst kommen – all das sei wichtig für die Entwicklung und Persönlichkeitsbildung gerade junger Menschen.

Thematisch habe sich die Stiftung in all den Jahren an den jeweils aktuellen Bedürfnissen orientiert. Derzeit sei dies angesichts zunehmend zugebauter Viertel vor allem der Bezug zur Natur, der gefördert werden soll.

„Dieses Konzept hat bundesweit Pionier-Charakter“, lobte Rulf – und es hat die Jury offenbar überzeugt. Im Oktober gibt es ein Telefoninterview mit allen 15 nominierten Bündnissen. Daraus werden wiederum zehn Finalisten bestimmt, die alle vor Ort besucht werden. Aus diesen werden dann die fünf Preisträger gewählt. Der Gewinner erhält 25 000 Euro, die vier Folgeplatzierten jeweils 10 000 Euro.

Die Chancen stehen für die Lörracher gut, sind sich die Bündnispartnern einig. Doch auch falls sie letztendlich nicht gewinnen sollten: Allein die jetzige Nominierung sei fantastisch und strahle weit über die Regio hinaus aus.

Über 1200 Kitas und lokale Bündnisse haben sich um den deutschen Kita-Preis 2021 beworben. 25 Kitas und 15 lokale Bündnisse wurden jetzt für die Auszeichnung nominiert. Im Frühjahr erhalten jeweils fünf von ihnen ein Preisgeld. Gewürdigt werden damit besonderes Engagement und gute Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung.

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