Lörrach Ein Licht in der Finsternis

Die Oberbadische, 01.12.2015 01:18 Uhr

Von Gottfried Driesch

Bereits zum dritten Mal veranstaltete der Förderkreis „Hospiz am Buck“ in der evangelischen Stadtkirche eine Besinnungsstunde am Vorabend des ersten Advents. Mit „Licht und Leben 2015“ möchte der Förderkreis den Menschen in der hektischen Vorweihnachtszeit einen Moment der Besinnung ermöglichen.

Lörrach. „Leben. Warum nicht gleich damit anfangen – jetzt“, sagte Tilly Nothhelfer, die am Samstag die Worte zur Besinnung sprach. Den Wahlspruch des Hospiz „Leben bis zuletzt“ sollte man ernstnehmen. Jeder sollte sich darüber bewusst werden, was Leben bedeute, so Nothhelfer. Sie ging auch auf die Zeit ein, in der man nicht durch einen Druck auf den Lichtschalter die Finsternis vertreiben konnte. Mehr als heute habe Licht auch Wärme und Geborgenheit bedeutet. Schon seit ewigen Zeiten setzten die Menschen das Licht mit Geborgenheit und Sicherheit gleich, während die Finsternis für Kälte, Not und Tod verbunden werde. So stände das Licht der brennenden Kerze für unser Leben. Es solle so hell leuchten, dass es uns erhellt und erhält.

Neben Nothhelfer sprachen Wiltrud Heinzelmann und Gerlinde Böhringer besinnliche Texte im Wechsel.

Die Pfarrerin der Matthäusgemeinde, Gudrun Mauvais, berichtete von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit ihrer Kerze des vergangenen Jahres. In den letzten Tagen habe der Rest der Kerze in den dunklen Nachmittags- und Abendstunden den Tisch ihrer Familie erhellt. Der flackernde Schein würde ihr immer aufs Neue den Ablauf des Lebens verdeutlichen.

Danach wurden alle Besucher eingeladen, ihre Kerze am Altarlicht zu entzünden und dabei an einen Menschen zu denken, der dieses Licht ganz besonders benötigt.

Mit getragenen Trompetentönen versetzten Dirk Hoffahrth und Mario Richardt die Besucher in eine feierliche Stimmung. Passend zum Thema erklang, gesungen vom Chor „Canto Allegro“, das Lied „Ein Licht, in dir geborgen“ und später auf dem Marktplatz das „Irische Segenslied“. Am Keyboard begleitete Willi Titel.

Danach zog die Gruppe mit ihren brennenden Kerzen hinaus in die dunkle Nacht auf den Alten Marktplatz, wo symbolisch der große Weihnachtsbaum entzündet wurde. Dessen Kerzen sollen in der dunklen Jahreszeit die Stadt und die Herzen der Menschen erhellen. Das Weinhaus Speck bewirtete danach die Teilnehmer mit einem Punsch oder einem alkoholfreien Fruchtgetränk.