Von Guido Neidinger

Die Villa Aichele hat mit der bbv Akademie einen neuen Pächter. Nach umfangreicher Renovierung des denkmalgeschützten Gebäudes wird der bbv hier in etwa einem Jahr ein Restaurant und ein Schulungszentrum eröffnen. Außerdem sind weiterhin Trauungen und Ausstellungen vorgesehen.

Lörrach. Mit Superlativen wie „Schatzkästlein“ und „eine der ganz guten Stuben der Stadt“ machte Oberbürgermeister Jörg Lutz die Bedeutung der denkmalgeschützten Villa samt Park deutlich, als er gestern den neuen Pächter vorstellte.

Der bbv, seit Jahresbeginn eine gemeinnützige GmbH, überzeugte den Gemeinderat mit seinem „mehrstufigen Konzept“, das Geschäftsführer Norbert Uttner präsentierte. Neben einem Restaurant/Café mit regionaler Küche im Erdgeschoss und im Außenbereich wird im Obergeschoss ein Schulungszentrum für technische Führungskräfte, aber auch für Handwerker entstehen. „Unser Ziel ist es, die Villa für alle offen zu halten. So sollen weiterhin Trauungen ebenso möglich sein wie Ausstellungen oder Lesungen. „Wir wollen das Gebäude und den Park wieder ins Zentrum von Lörrach stellen“, betonte Uttner.

bbv-Chefkoch Christof Wilke freut sich auf die neue und reizvolle Aufgabe. Hier könne sein Team sein großes Leistungsvermögen zeigen. Derzeit liefert die bbv-Küche bis zu 1300 Essen täglich an Kindergärten und Schulen. Dass Wilke und sein Team auch hochwertige Küche beherrschen, haben sie bereits an der Zirkusgala „Salto Sociale“ im vergangenen Dezember bewiesen. „Das Menü war hervorragend“, bestätigte Jörg Lutz, einer von 250 Gästen der beliebten Gala der Weihnachtsaktion „Leser helfen“ unserer Zeitung.

Bevor die ersten Gäste in der Villa Aichele speisen können, gibt es allerdings noch viel zu tun. Unter anderem müssen ein Lastenaufzug eingebaut und die sanitären Anlagen komplett erneuert werden. „Unter einer Million Euro ist das nicht möglich“, machte Lutz die Dimension der Renovierung deutlich.

Die Investition wird von der bbv Akademie getragen. Durch eine Minderung der Pacht wird diese refinanziert. Außerdem sind Zuschüsse vom Land möglich, da das Areal im Sanierungsgebiet Baumgartnerstraße liegt.

Laut Bürgermeister Michael Wilke will die Stadt gemeinsam mit dem neuen Pächter „möglichst viele Synergien“ schaffen – bis hin zur Parkpflege.