Lörrach Eintrübung des Wassers möglich

Das Wasser aus dem Hahn könnte heute trüber sein. Foto: Die Oberbadische

Lörrach  - Die Kaverne Schädelberg versorgt die Kernstadt mit Trinkwasser und wird vom Wasserwerk Grütt gespeist. Nun wurde eine Direkteinspeisung installiert, die ab heute getestet wird. Dabei könne es zu einer ungefährlichen Wassereintrübung kommen, teilt die Stadt mit.

Die Stadtwerke Lörrach als Eigentümer der Wasserversorgung hatten die Badenova-Tochter bnNETZE beauftragt, für den Fall eines Ausfalls der Leitung eine zusätzliche Direkteinspeisung zu installieren. Nach Abschluss der Bauarbeiten ist am heutigen Dienstag und am 1. Juli ein Testlauf notwendig.

Die Kaverne Schädelberg versorgt die Kernstadt mit Trinkwasser. Im Normalbetrieb wird sie, in Abhängigkeit ihres Füllstandes, vom Wasserwerk Grütt aus über eine große Förderleitung in der Hangstraße gefüllt. Für den Fall, dass diese Leitung nicht zur Verfügung steht, kann die Versorgung durch Direkteinspeisung ins Leitungsnetz direkt aus dem Wasserwerk heraus sichergestellt werden.

Hierfür waren einige bauliche Maßnahmen erforderlich. So wurde unter anderem die Hauptförderpumpe in Richtung Kaverne Schädelberg mit einem Frequenzumrichter und entsprechender Steuerungssoftware ausgestattet. Dies gewährleistet eine geregelte, bedarfsgesteuerte und vor allem „sanfte“ Einspeisung aus dem Wasserwerk ins Versorgungsnetz, so die Mitteilung.

Die Kaverne Schädelberg könne bei einem Ausfall der eigentlichen Förderleitung auch rückwärts über das Versorgungsnetz befüllt werden. Sie diene somit in diesem Fall als Gegenbehälter. Im Bedarfsfall könne eine benötigte Spitzenabnahme problemlos ausgeglichen werden.

Nach Abschluss der Baumaßnahmen beabsichtigen die Stadtwerke und bnNETZE einen zweitägigen Testlauf der sogenannten Netzdirekteinspeisung. Dies habe den Hintergrund, dass die einzelnen Bestandteile optimal aufeinander abgestimmt werden sollen, um für den Ernstfall bestens gerüstet zu sein. Zudem gehe es um einen konkreten ersten Funktionstest des neuinstallierten Frequenzumrichters.

Im Rahmen des Testlaufs werde es in einzelnen Bereichen des Versorgungsgebietes zu Fließrichtungsumkehrungen und veränderten Druckverhältnissen kommen. Dies könne zur Folge haben, dass sich bestehende Ablagerungen innerhalb der Rohrleitungen ablösen. „Die Bürger in der Kernstadt können eventuell Eintrübungen und Druckschwankungen beim Wasser bemerken. Die Trinkwasserqualität ist aber zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt“, schreibt die Stadtverwaltung.

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