Lörrach Erneut Anschlag auf ein Tattoo-Studio

, aktualisiert am 13.01.2020 - 14:17 Uhr

Lörrach - Offenbar wurde erneut ein Anschlag auf ein Tattoo-Studio in Lörrach verübt. Am Montagmorgen, um 9.36 Uhr, wurde der Polizei mitgeteilt, dass in einem Gebäude im Tumringer Ortskern ein bestialischer Gestank herrsche. Ursache war offensichtlich eine Flüssigkeit, die im Bereich der Briefkästen am Hintereingang sowie auf einem Teppich festgestellt wurde, wie Polizeipressesprecher Jörg Kiefer im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte. Die übel riechende Flüssigkeit sei vermutlich durch einen Briefschlitz beziehungsweise durch eine Tür geschüttet worden.

Nach Aussage der Feuerwehr-Kollegen vor Ort handle es sich um den gleichen Geruch wie bei einer ähnlichen Attacke im November: Damals war ein Tattoo-Studio in Lörrach kurz vor seiner Eröffnung Opfer eines Anschlags mit Buttersäure geworden. "Bezüge zwischen den beiden Taten sind naheliegend", sagte Kiefer. Zumal auch im aktuellen Fall erst am Sonntag eine kleine Neueröffnung unter neuem Namen stattgefunden habe, so Kiefer.

Die Feuerwehr und Polizei sowie das DRK waren mit einem Großaufgebot und Spezialkräften im Einsatz. Die Freiburger Straße war im Bereich der Brücke komplett gesperrt, auf der B 317 kam es zu langen Rückstaus. Der Verkehr aus Richtung Lucke wurde in die Mühlestraße umgeleitet.

Das Gebäude - zehn Personen waren betroffen - wurde geräumt, verletzt wurde laut Kiefer niemand. Die benachbarte Grundschule war von der Räumung nicht betroffen. Inzwischen wurde der betroffene Bereich von der Feuerwehr untersucht, Proben genommen und gegen 12.35 Uhr wieder freigegeben.

Die Ermittlungen stehen hingegen erst am Anfang. Denn zum Fall im November gibt es laut Kiefer "bislang keine heiße Spur". Wichtig für die Beamten seien nun auch Zeugenaussagen, insbesondere wem eine verdächtige Person vor Ort aufgefallen ist, oder wann der Geruch erstmals wahrgenommen wurde. Kontakt: Polizeirevier Lörrach, Tel. 07621/176-0.

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