Lörrach „Es ist viel böses Blut geflossen“

Ein turbulentes Jahr hat der KSV Lörrach hinter sich. Und jetzt hat auch noch Vorzeigegewichtheber Moritz Huber den Verein in Richtung Bundesliga verlassen. Foto: Gerd Lustig

Lörrach - Am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen: Diese Devise gilt beim KSV Lörrach. Nachdem es bereits im vergangenen Jahr Probleme bei den Wahlen zum Vorstand gegeben hatte und der Chefposten nur kommissarisch besetzt werden konnte, führte Mike Riesterer, Sportlicher Leiter und zweiter Vorsitzender, seit Jahresbeginn die Geschäfte allein mit der Kassiererin Silvia Hertel und Schriftführerin Verena Valduga. Zudem gab es vereinsinterne Querelen um die neu eingerichtete „KraftWerk-statt“, mit dem Ende, dass sich diese Abteilung nun vom Hauptverein abspaltete.

„Es ist viel böses Blut geflossen“, erklärte Riesterer bei der jüngsten Hauptversammlung im Probenraum der Schlossberghalle. Doch da ihm der Verein sehr am Herzen liege, habe er das Heft in die Hand genommen: „Wir brauchen jetzt einen Cut und einige neue Strukturen, nur so können wir wieder optimistisch in die Zukunft schauen“.

Als Erstes ist es ihm gelungen, einen Kandidaten für den Posten des Vorsitzenden zu finden: Timo Hofmann aus den Reihen der Aktiven, wurde in Abwesenheit (beruflich verhindert) zum neuen Vereinschef gewählt. Als eine Art „Testballon“ hat Riesterer ein Team von fünf jüngeren und engagierten Mitgliedern installiert, die sich um allfällige Belange wie Internetauftritt, Sponsorensuche und ähnliches kümmern wollen. Als Freizeitbeauftragte wurde zudem Camilla Valduga gewonnen.

Finanzen

Kassiererin Silvia Hertel berichtete von einem sehr schwierigen Jahr. Es habe keine richtige Übergabe und Einarbeitung stattgefunden. Auch fehlten Belege, unter anderem von der Jugendkasse. Und so gab es von der Versammlung nur eine Entlastung unter Vorbehalt. In nächster Zeit wird eine Nachprüfung anberaumt, wenn alles aufgearbeitet werden konnte.

Sportbericht

Positives berichtete Mike Riesterer aus dem Sportbereich. Die erste Mannschaft hat eine gute Figur in der zweiten Bundesliga-Süd abgegeben und belegte letztlich den vierten Platz. „Ein Kompliment an die Athleten, die teils starke Leistungen erbracht haben“, lobte der Sportliche Leiter.

Bedauert wird beim KSV indes, dass Vorzeigegewichtheber und Aushängeschild Moritz Huber den Verein in Richtung Obrigheim und erste Bundesliga verlassen hat. Froh ist er aber, dass der Rest des Teams weiter für den KSV an die Hanteln geht, unter anderem auch Beata Jung. Sie und einige weitere Aktive haben in der vergangenen Saison für Podiumsplätze bei, Landes-, Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften gesorgt sowie gute Platzierungen bei Welt- und Europameisterschaften belegt.

Ausblick

Wieder mehr den Verein leben, Gemeinsames planen und auch gemeinsam anpacken: Das sind die obersten Ziele beim KSV Lörrach. Weiterhin gilt ein großes Augenmerk der Suche nach neuen Passivmitgliedern und vor allem Sponsoren. Ungeachtet dessen wurden die Mitgliedsbeiträge moderat erhöht. So werden ab dem Jahr 2020 per eintimmigem Votum der Versammlung für Aktive 100 Euro fällig (bisher 80 Euro), für Schüler/Studenten 60 Euro (bisher 50 Euro), für Jugendliche unter 18 Jahren 50 Euro (bisher 35 Euro), Passive bezahlen weiterhin 30 Euro sowie Familien 120 bis 170 Euro (bisher 100 Euro).

Ausblick

Am Samstag, 29. Juni, findet ganztags in der Schlossberghalle das dritte Tri-Regio-Turnier statt. Es richtet sich an Hobbysportler und Lizenzathleten.

Verein KSV 02 Lörrach

Mitglieder: 199, Vorsitzender; Timo Hofmann (neu), Kontakt: E-Mail: vorstaand@ksvo2.de

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