Lörrach Fado, Fauré, Kraan und Satire

Dominique Horwitz präsentiert „Me and the Devil“ im Burghof. Foto: Sinje Sabine Hasheider

Lörrach. Der Burghof stemmt sich gegen die Corona-Krise. Dazu zählen pragmatische Vorgehensweisen wie das möglichst effiziente Ausschöpfen aller Fördermittel. Dazu gehört auch ein akribisch ausgetüfteltes Hygienekonzept, das den Zuschauern Sicherheit vermittelt. Dazu gehört vor allem ein gutes Programm, das die Zuschauer zur Kultur bringt.

Der bisherige Auftakt der „Krisen“-Saison läuft gut, verkündete Geschäftsführer Markus Muffler beim Pressegespräch (wir berichteten gestern auf unserer Lörracher Seite). Es läuft auch deshalb gut, weil neben den Sponsoren die Künstler dem Haus die Treue halten und sich für flexible Organisationsformen offen zeigen. Dabei fallen besonders die Kabarettisten positiv auf, die fast durchweg zwei komprimierte Vorstellungen nacheinander präsentieren und so die Zuschauerzahlen pro Abend verdoppeln helfen.

Kabarett ist schon lange eine Stärke des Hauses. Und so strotzt auch in dieser Saison die Liste vor Kabarett-Prominenz: Dazu gehören zwei getrennte Jahres-Rückblicke der Lokalmatadoren Florian Schroeder (28.1.) und Volkmar Staub (15.1.); der beliebte Alfons präsentiert sich „kurz und schmerzhaft“ (16.1.); LaLeLu mit ihrer speziellen Mischung aus Show und a cappella (21.1.); dazu Matthias Egersdörfer mit seinen „Nachrichten aus dem Hinterhaus“ (27.2.). Vince Ebert und das renommierte Kabarett Distel sind wieder dabei. Lange nicht mehr gesehen, kommt Pawel Popolski (8.5.) nach Lörrach und kalauert unter anderem darüber, wieso fast alle Top-Hits eigentlich aus Polen kommen.

Drei Duos werden in der Reihe „Junges Podium“ präsentiert, darunter die Italienerinnen Francesca Dego und Leonardi, deren ursprünglicher Termin coronabedingt geplatzt war.

Nicht wegzudenken sind die Burghof Slams, die auf ihr Stammpublikum zählen können. Stammgast Gardi Hutter wird „Gaia Gaudi“ (16.3.) verströmen, während Spot the Drop (10.1) erstmals ihr feines, ruhiges Jonglage-Programm vorstellen.

Tanz mit engem Körperkontakt ist schwierig. Das Aterballetto probte unter sorgfältigem Schutz dennoch seinen „Don Juan“ und wird diesen im Burghofsaal seinem Lörracher Fan-Publikum präsentieren (14.3.).

Am umfassendesten ist der Bereich Musik, der von der Klassik mit reduzierten Orchestergrößen, über Rock-Oldies, die Akkordeonale, Kammermusik bis hin zu modernem Fado mit Gisela Joao (4.3.) reicht und den großartigen Schauspieler Dominique Horwitz mit einer teuflischen Revue im Gepäck hat (17.3.) – alles unter der Voraussetzung, dass das Virus nicht alle Pläne zunichte macht.  www.burghof.com

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