Lörrach Fitte Jungforscher

Erfolgreich: (v.l): Rickmer Krinitz, Frieder Büchner und Daniel Mynko. Foto: zVg

Lörrach/Chemnitz - Beim Bundeswettbewerb Jugend forscht vom 17. bis 19. Mai im Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz waren die Jungforscher des Phaenovums mit dem Projekt „Ionenwind – Der Antrieb der Zukunft?“ wieder erfolgreich und wurden mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Die drei Jungforscher Rickmer Krinitz (16 Jahre, Hans-Thoma-Gymnasium), Daniel Mynko (16 Jahre, Hans-Thoma-Gymnasium) und Frieder Büchner (16 Jahre, Hebel-Gymnasium) überzeugten die Jury insbesondere durch ihre strukturierte Herangehensweise, ihren Versuchsaufbau sowie die wissenschaftliche Arbeitsweise. Sie erhielten dafür einen Preis des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Höhe von 1 000 Euro.

Die Jungforscher untersuchten mit ihrem Projekt ob Ionenwinde als Antrieb in der Zukunft geeignet sein könnten. Sie erforschten dafür folgendes Phänomen: Positioniert man eine Nadel neben einer Kerzenflamme und setzt sie unter Hochspannung, passiert etwas Überraschendes – wie aus dem Nichts erlischt die Flamme. Die unter Spannung stehende Nadelspitze lädt die Luft elektrisch auf, wodurch ein Lufthauch entsteht. Dieser „Ionenwind“ ist so stark, dass er die Flamme ausbläst.

Rickmer Krinitz, Daniel Mynko und Frieder Büchner regte dieses Phänomen zu folgender Frage an: Wäre es möglich, per Ionenwind ein Raumschiff anzutreiben? Um das Potenzial abzuschätzen, entwickelten sie mehrere Versuchsaufbauten und kamen zu interessanten Ergebnissen: Mit kräftigen Ionenwinden lassen sich unter günstigen Bedingungen Antriebe bauen, deren Effizienz 15 mal höher ist, als die von Düsentriebwerken. Daraus schließen die Projektschüler, dass ein Ionenwind-Antrieb für die Raumfahrt durchaus nützlich sein könnte.

Betreut wurden sie von Hermann Klein und Pirmin Gohn.

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