Lörrach Freundschaft bekräftigt

Peter Ade
Ortsvorsteher Horst Simon (v.l.) mit seinen Rathaus-Kolleginnen aus Village-Neuf: Josiane Wisslé (links) und Marie-Louise Cerce                                                                                                      Foto: Peter Ade

Nach der coronabedingten Zwangspause von drei Jahren wird der Jumelage von Haagen und Village-Neuf neues Leben eingehaucht. Der bald 35 Jahre bestehende Freundschaftspakt beider Gemeinden wird am Sonntag, 16. Oktober, mit einem facettenreichen Veranstaltungsreigen in Haagen bekräftigt.

Von Peter Ade

Lörrach-Haagen. Mitwirkende sind Vereine, Einzelpersonen und Gruppen aus der Markgrafengemeinde und ihrem Partnerort im Elsass. „Letzte Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“, sagte gestern in einem Pressegespräch der Haagener Ortsvorsteher Horst Simon. Seine elsässischen Rathaus-Kolleginnen Josiane Wisslé und Marie-Louise Cerce freuen sich auf ein munteres Programm.

Auftakt ist um 10 Uhr mit einer Wanderung auf die Burg Rötteln. Schwarzwaldverein und Röttelnbund starten mit interessierten Spaziergängern bei der Schlossberghalle. Um 11.30 Uhr ist ein ökumenischer Gottesdienst in der Halle, gestaltet von den Geistlichen beider Gemeinden unter Mitwirkung des Chor SoulFood.

Großes Fest am 16. Oktober

Dem gemeinsamen Mittagessen in der Halle folgt um 13.30 Uhr ein von Anne Dessene moderiertes Programm. Mitwirkende sind das Akkordeonorchester Lörrach, die Breakdance-Gruppe des Sozialen Arbeitskreises (SAK), die vor Ort auch Workshops anbietet, die Haagener Kindergärten, Kinder aus Village-Neuf und der Chor der Schlossbergschule. Den Schlusspunkt setzt um 16 Uhr die Bigband „Hatpats“.

„Haagen einst und jetzt“ ist das Motto einer Ausstellung des Fotoclubs Haagen mit historischen Aufnahmen von Herbert Pior und aktuellen Schnappschüssen von Achim Schindler. Der Velo-Club Village-Neuf veranstaltet auf dem Außengelände einen Fahrrad-Parcours. Der SAK kredenzt Saft aus Streuobst und demonstriert auf der Wiese vor der Halle, wie muntere Schafe therapeutisch eingesetzt werden können.

Erstmals 1964

Der erste Kontakt beider Gemeinden wurde 1964 geknüpft. Damals hatte die Freiwillige Feuerwehr Haagen eine Standartenweihe, zu der die Feuerwehr Village-Neuf auf Vermittlung des Feuerwehrvereins Basel-Stadt eine Patenschaft übernahm. Aus dem Ereignis wurde eine dauerhafte Freundschaft, in die sich nach und nach das Rote Kreuz, die Musikvereine, die Schulen und die Fußballspieler einklinkten.

Am 8. Oktober 1988 wurde das herzliche Miteinander offiziell als Jumelage besiegelt. In der Alten Halle Haagen unterzeichneten der damalige Bürgermeister René Flad aus Village-Neuf und der ehemalige Ortsvorsteher von Haagen, Max Heidenreich, die Jumelage-Urkunde.

Fester Bestandteil

Seither gab es unzählige kleine und große Treffen. Fester Bestandteil sind regelmäßige gemeinsame Fahrten zu Sehenswürdigkeiten in ganz Deutschland. Um die Programmgestaltung kümmert sich der frühere Haagener Ortsvorsteher Wolfgang Krämer. Der in Haagen unvergessene Max Heidenreich sorgte als „Bähnler“ in früherer Zeit für gemeinsame Bahnreisen.

Ortsvorsteher Horst Simon schrieb in einem Grußwort zum „30-Jährigen“: „Unsere wichtige Aufgabe ist es, das von unseren Vorgängern übertragene Erbe an die Jugend weiterzugeben. Damit schließt sich der Kreis, den Charles de Gaulle und Konrad Adenauer für die Jugend vorgezeichnet haben.“ Der frühere Bürgermeister von Village-Neuf, Bernard Tritsch, ist überzeugt: „Unsere Union ist eine Friedensbotschaft, um auf beiden Seiten des Rheins eine große Familie zu bilden.“

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