Lörrach Frischer Wind fürs Wohnen im Alter

In Tumringen liegt der Projekt-Schwerpunkt auf dem neuen Zentrum entlang der Mühlestraße. Foto: Wolfgang Göckel Foto: Die Oberbadische

Die Stadt Lörrach bewirbt sich für den landesweiten Ideenwettbewerb „Quartier 2020. Gemeinsam. Gestalten“. Der Gemeinderat unterstützte die Teilnahme kürzlich einstimmig. Bürgermeister Michael Wilke sagte: „Die Zukunft der Städte liegt in den Quartieren.“

Lörrach (bk/ndg). Wie berichtet, möchte Lörrach mit zwei Quartieren in Tumringen und Stetten ins Rennen um Preisgelder in Höhe von bis zu 100 000 Euro gehen.

Die Projektidee

In Tumringen liegt der Schwerpunkt auf dem neuen Zentrum entlang der Mühle-straße. In Stetten soll der Fokus auf das Quartier rund um das Seniorenzentrum St. Fridolin auf dem Buck gelegt werden. Der Ideenwettbewerb hat als Schwerpunkt die Entwicklung altersgerechter Quartiere im Sinn, um Impulse angesichts einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft zu setzen.

Die Ziele

Ziel der Quartiersentwicklung sei „ein lebendiger sozialer Raum mit starkem bürgerschaftlichem Engagement, mit dem sich die dort lebenden Menschen identifizieren können. Daher ist es von zentraler Bedeutung, den sozialen Zusammenhalt im Quartier zu organisieren“, so Yvonne Eyhorn, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste. Der Stadt komme dabei eine Funktion als „Motor des Sozialraums“ zu. Eingebunden werden sollen als Partner unter anderem bürgerschaftliche Initiativen, Verbände der freien Wohlfahrtspflege, Sozialunternehmen, Kirchen, Ärzte, Gesundheitsdienste, Gewerbe und der Öffentliche Nahverkehr. Die Handlungsfelder „Pflege und Unterstützung im Alter“ seien zwingender Projektbestandteil. In ihrem Konzept greife die Stadt wesentliche Gedanken der Quartiersentwicklung auf: Erhalt des selbstständigen Wohnens im vertrauten Umfeld und Stärkung von Eigeninitiative und gegenseitiger Hilfe.

Die Stadträte

Bernhard Escher (CDU) bewertete den Ansatz ebenso positiv wie Heinz-Peter Oehler (SPD). Ersterer dankte Eyhorn und Lörrachs Seniorenbeauftragter Ute Hammler für ihren Einsatz auf diesem Zukunftsfeld. Oehler würdigte den „Impuls zur Stärkung des sozialen Gefüges unseres Gemeinwesens.“ Besonders erfreulich sei, dass Senioren als Zielgruppe eines Ideenwettbewerbs im Zentrum stehen. Dass ältere Menschen in der Regel so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden bleiben möchten, betonte Brigitte Martin (Grüne). Sie unterstützte den Ansatz zur altersgerechten Quartiersentwicklung und betonte in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement zur Umsetzung dieser Ziele. Auch Hans-Peter Pichlhöfer (Freie Wähler) lobte die Zielrichtung des Ideen-Wettbewerbs.

Das Ministerium

Unterdessen berichtet das „Ministeriums für Soziales und Integration“ Anfang dieser Woche von 147 Bewerbungen. Insgesamt stehen 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. „Wir müssen heute damit beginnen, das Zusammenleben von morgen zu gestalten. Deshalb unterstützen wir mit unserem Ideenwettbewerb Kommunen bei der Quartiersentwicklung. Die hohe Resonanz von 147 Bewerbungen zeigt, dass wir ein wichtiges Thema zum richtigen Zeitpunkt angehen und den Bedarf der Kommunen aufgreifen“, so Minister Manne Lucha. Vor Ort sei der demografische Wandel bereits spürbar: „Deswegen brauchen wir jetzt gute und kreative Ideen, wie wir das Zusammenleben der Generationen künftig neu organisieren und altersgerechte Wohnformen zukunftsfest gestalten können“, sagte der Minister.

Spannend sei auch die Vielfalt der Ideen. Sie reiche von Konzepten der digitalen Vernetzung über offene Begegnungsorte für Alt und Jung und ehrenamtlich geführte Dorfläden bis hin zu ambulant betreuten Wohngruppen als Teil der Dorfgemeinschaft, sagte Staatssekretärin Bärbl Mielich.

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