Lörrach Fünf starke Stimmen

Regine Ounas-Kräusel
 Foto: Regine Ounas-Kräusel

Lörrach - Das Quintett „Onair“ begeisterte am Freitag im Burghof mit a cappella-Gesang, der unter die Haut ging: Fünf starke Stimmen elektrisierten mit präziser Stimmpercussion und glasklaren Harmonien vor einer raffinierten Lichtschau.

"Onair“ nahm das Publikum mit auf eine musikalische Reise von der Tradition der Liedermacher bis zu Rock und Pop.

Nachdem der Burghof das Konzert mit „Onair“ im Januar wegen Corona absagen musste, freuten sich die Künstler über ihren Auftritt am Freitag. „Schön, dass ihr zu uns kommt, und wir zu euch“, begrüßten sie das Publikum im recht gut gefüllten Saal. Sie stimmten Hits wie „Blood of Eden“ von Peter Gabriel an, aber auch nicht ganz so Bekanntes wie „Chained tot he Rhythm“ von Katy Perry.

Die fünf weltweit aktiven a cappella-Künstler nahmen ihr Publikum mit glasklar gesungenen, dann wieder spannungsvoll verdichtete Harmonien gefangen, die sie über eine energievolle, dann wieder fein tickende Stimmpercussion legten. Mit Hilfe der Loopmaschine und bei manchen Songs auch von satten Bässen unterlegt, baute sich die Musik immer wieder zu energiegeladenem Sound auf.

Tanzbare Rhythmen rissen das Publikum immer wieder mit. Wegen der Coronavorschriften und weil der Burghof kein Tanzsaal ist, klatschten die Zuhörer bei vielen Stücken gut gelaunt mit – vor allem beim „Italien-Medley“. Dafür holte „Onair“ eigens seinen Techniker „Fabio“ auf die Bühne. Fabio und das Gesangsquintett stimmen Hits wie „Mamma Maria“, „Felicita“ und „Bella e impossibile“ an. Mit Hingabe und guter Laune zelebrierten sie dabei durchaus auch ein wenig Italienklischee.

Auch Persönliches brachte „Onair“ auf die Bühne. Im Song „Oceans“ komme ihre ganz eigene Energie, nämlich ihr christlicher Glaube, zum Ausdruck, kündigte Marta Helmlin an. Mit klarem Sopran, voll intensiver Kraft sang sie diesen Song: „You are mine. Du bist mein.“ Die anderen begleiteten sie mit ruhigen, dichten Harmonien.

Er sei in der DDR mit den Liedermachern Gerhard Schöne und Gerhard Gundermann aufgewachsen, erzählte dann André Bachmann und sang mit warmem Tenor Gundermanns melancholisches Lied „Vater“. Die Frauenstimmen eröffneten das Lied mit heller, fein dahin getupfter Stimmpercussion.

Richtig zur Sache ging es wieder bei Patrick Olivers „Beatboxerities“. Bei diesem „Schlagzeugsolo“ rauschte der Besen über das Becken, Rhythmen tickten, Trommeln wirbelten. Allerdings erzeugte Oliver diese Rhythmen allein mit seiner Stimme und bewegte sich dazu wie ein Drummer im Scheinwerferlicht.

Nach langem begeisterten Applaus bedankte sich „Onair“ beim Publikum mit dem fröhlichen „Music was my first love“ von John Miles und zwei weiteren Zugaben.

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