Die Dieter-Kaltenbach-Stiftung leistet seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur Kinder- und Jugendarbeit in Lörrach. Gestern wurde eine neue, bis Ende 2020 geltende Leistungsvereinbarung für die Jugendarbeit und das Ferienprogramm unterzeichnet.

Von Gottfried Driesch

Lörrach. „Mit der neuen Vereinbarung erzielen wir einen qualitativen Sprung, der auch einen quantitativen zur Folge hat“, sagte Oberbürgermeister Jörg Lutz anlässlich der Unterzeichnung. Er spielte damit auf eine Steigerung des Zuschusses um rund 72 000 Euro auf 275 000 Euro an. Die Erhöhung resultiert hauptsächlich aus Personalkostensteigerungen für Fachkräfte.

Wie die Geschäftsführerin der Kaltenbach-Stiftung, Iris Teulière, sagte, falle es immer schwerer, ehrenamtliche Betreuer für das Ferienprogramm zu finden: „Wir müssen uns zunehmend auf Fachkräfte stützen.“ Um sinnvolle pädagogische Arbeit leisten zu können, liege die Kapazitätsobergrenze für das offene Ferienprogramm bei etwa 100 Kindern.

Beatrice Kaltenbach-Holzmann vom Stiftungsvorstand schätzt das Ferienprogramm als sehr wichtig für die Entwicklung der Kinder ein. „Hier können die Kinder ohne jeden Zeitdruck ihre Ideen verwirklichen. Niemand gibt vor, was sie gerade tun sollten“, sagte Kaltenbach-Holzmann. In diesem Jahr dürften die Kinder zum Beispiel wieder eigene Hütten bauen.

Auch in der pädagogischen Arbeit gebe es ständig Veränderungen. Neu sei die tiergestützte Pädagogik mit zwei Eseln. Dafür sei die Arbeit in der Metallwerkstatt zurückgefahren worden.

Alle Gemeinderatsfraktionen und Ortschaftsräte hätten der Erhöhung des Zuschusses bereits zugestimmt, sagte Lutz. Durch die Arbeit der Kaltenbach-Stiftung würde in Lörrach ein wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf geleistet.

Mit sichtlicher Freude unterzeichneten deshalb Oberbürgermeister Lutz, Stiftungsvorsitzende Kaltenbach-Holzmann und der Geschäftsführer der Stiftung, Bernd Schandera, die neue Leistungsvereinbarung.