Von Markus Greiß

Lörrach. Der FV Lörrach- Brombach (FVLB) wird künftig in der Talententwicklung eng mit dem SC Freiburg zusammenarbeiten. Der Bundesligist hat den FVLB nach dem FV Ravensburg, dem Offenburger FV, dem FC Radolfzell, dem SV Zimmern und den Sportfreunden Eintracht Freiburg als sechsten Partnerverein ausgewählt und schließt so die letzte geografische Lücke in seinem Kooperationsnetz.

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Ziel der Kooperation ist es laut Sebastian Neuf, Leiter der SC-Fußballschule, Talente in der Region optimal zu fördern und behutsam an die höheren Ligen und die SC-Profimannschaft heranzuführen. Konkret heißt das: Bis Anfang März wird beim FVLB eine zwölf- bis 15-köpfige Fördergruppe aus E- bis C-Jugend-Spielern gebildet, die einmal wöchentlich zusammen trainiert. Die Sichtung der Talente nehmen FVLB-Fördergruppenleiter Marc Fiechter und SC-Jugendscout Christoph Wetzel gemeinsam vor.

Dank der Fördergruppe werden die Kinder in Lörrach fußballerisch gut ausgebildet, ohne ihr soziales Umfeld verlassen oder ihre Schulbildung vernachlässigen zu müssen. Letzteres ist den Verantwortlichen von SC und FVLB besonders wichtig, denn nur wenige geförderte Jungs werden letztlich den Sprung in einen Profikader schaffen.

„Wir sind stolz auf die Kooperation mit dem SC Freiburg und setzen damit ein Zeichen für die ganze Regio“, erklärte FVLB-Sportchef Thomas Groß beim Pressegespräch am Samstag. Denn nicht nur FVLB-Nachwuchsspieler können zur Fördergruppe stoßen, sondern auch Kinder aus anderen Vereinen.

FVLB-Präsident Karl-Frieder Sütterlin unterstrich denn auch den hohen Anspruch seines FVLB als Ausbildungsverein und lobte den guten Draht zum SC. „Wir sprechen die gleiche einfache Sprache, gehen ehrlich miteinander um und sehen uns als gleichberechtigte Partner.“ Neuf und Wetzel freuten sich ihrerseits über die „gute Arbeit“ und die „passende Mentalität“ beim FVLB, sehen aber natürlich Steigerungspotenzial.

Um dieses abzurufen, werden unter anderem ein intensiver Traineraustausch und sportliche Vergleiche mit den anderen Kooperationsvereinen und mit der SC-Jugend erfolgen. Für den SC Freiburg und den FVLB sowie umliegende Vereine entstünde eine Win-Win-Situation: Während der SC Freiburg Zugang zu vielversprechendem Nachwuchs erhält, werden viele ausgebildete Spieler den Sprung in die SC-Profimannschaft nicht schaffen und wieder in ihre Heimatvereine zurückkehren, wovon diese profitieren. Im Mittelpunkt soll aber in jedem Fall das Wohl der jungen Sportler stehen.