Von Bernhard Konrad

Lörrach. Das Stettener Jubiläum strebt seinem Höhepunkt entgegen: Den Auftakt der beiden aufeinanderfolgenden Festwochenenden bildeten am Freitagabend ein Empfang der Stadt, Tags darauf die Gewerbeschau im Ortskern und am Sonntag der Malwettbewerb im Gemeindehaus St. Fridolin.

Kompakt und vielfältig, traditionsbewusst und aufgeschlossen: So präsentierte sich Lörrachs größter Stadtteil den Besuchern des Festwochenendes. Dass Stetten eigentlich immer feiern kann, zeige allein schon das eindrucksvolle Programm des Jubiläums-Komitees, sagte Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm vor zahlreichen Gästen im Gemeindehaus St. Fridolin. Während das Stadtoberhaupt in ihrer Begrüßung Geschichte und Modernität Stettens nur kurz streifte, nahm Markus Moehring, Leiter des Dreiländermuseums, das Thema in seinem Festvortrag auf und beleuchtete die Entwicklung des Dorfes von der Ersterwähnung im Jahr 763 n. Chr. bis heute in Schlaglichtern, die er jeweils in den europäischen Kontext der Epoche setzte. Eine Methode, mit der Brüche und Entwicklungsschübe des Dorfes lebhaft zu Tage traten – von den Machtverhältnissen zu Zeiten des Oströmischen Reichs zum fundamentalen Wandel während des ausgehenden Spätmittelalters und der napoleonischen Ära bis zur Vereinigung mit Lörrach im Jahr 1908.

Stetten: Das ist die Geschichte vom kleinen Bauerndorf zum angesagten Stadtteil mit Zukunftspotenzial in einer europäischen Wachstumsregion. Dass auch über die Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte eine „Stettener Identität“ bewahrt worden ist, sei „eine Bereicherung für uns alle“, sagte Moehring, dessen Vortrag von Beiträgen der Singgemeinschaft unter der Leitung von Karl Gehweiler musikalisch umrahmt wurde.

Für das Komitee dankten Manfred Hugenschmidt und Wolfgang Stump Stadt, Sponsoren, Stettener Vereinen und allen, die sich an diesem Jubiläum beteiligt haben.