„Ein sehr erfreuliches Ergebnis“ für das Geschäftsjahr 2017 präsentierte der Vorstand der Volksbank Dreiländereck gestern. An die gut 34 000 Mitglieder kann eine überdurchschnittliche Dividende in Höhe von 5,6 Prozent ausgeschüttet werden.

Von Guido Neidinger

Lörrach. „Entgegen dem allgemeinen Trend war das Jahr 2017 für die Volksbank Dreiländereck ein erfolgreiches Jahr“, fasste Vorstandsvorsitzender Günther Heck das vorgelegte Zahlenwerk zusammen. Sein Vorstandskollege Ulf Bleckmann ergänzte: „Es war ein ausgezeichnetes Jahr in einer ausgezeichneten Region.“

Die Volksbank Dreiländereck profitierte damit nicht nur von der bundesweit anhaltend guten Konjunktur (Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 2,3%), sondern auch von der noch günstigeren wirtschaftlichen Situation im Südwesten, die laut Heck „noch einmal um 0,5 bis 0,7 Prozent besser ist als im Bund“.

Selbst die dauerhafte Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralabank und die dadurch dahinschmelzenden Zinsüberschüsse konnten der Volksbank nach den Worten von Heck und Bleckmann nichts anhaben: „Das verursacht bei uns keine Schweißperlen. Wir haben uns darauf eingestellt.“ Mit anderen Worten, die Volksbank hat die Rückgänge auf anderen Geschäftsfeldern ausgleichen können, zum Beispiel durch höhere Provisionserträge. Die Mitglieder Die erfolgreiche Geschäftspolitik zeichnet sich laut Heck durch „die Qualität im Kundenservice und der Beratung“ aus. Das wissen die Kunden zu schätzen. Die Zahl der Mitglieder wuchs um 344 auf 34 243. Damit sind 52 Prozent der Volksbank-Kunden inzwischen Mitglieder der Genossenschaftsbank. Sie erhalten, vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung, eine Dividende in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Das sind 5,6 Prozent auf ihre Geschäftsanteile. Die Kundenanlagen Die betreuten Geldanlagen der Kunden sind 2017 um 30 Millionen (plus 2,3%) gestiegen. Damit beträgt das Kundenanlagevolumen laut Bleckmann insgesamt 1,355 Milliarden Euro. Als erfreulich bezeichnete der Vorstand den Wertpapierumsatz, der um 36 Prozent auf 97 Millionen Euro gestiegen ist. Das Geschäft mit Lebensversicherungen wuchs um 22,2 Prozent. Im Bereich Bausparen wurde ein Plus von 14,3 Prozent erzielt. Die mit 24,3 Millionen Euro erzielten rückläufigen Zinsüberschüsse konnte damit mehr als ausgeglichen werden. Das Kreditgeschäft Von einem „regen Kreditgeschäft“ sowohl bei den Privat- als auch bei den Firmenkunden berichtete Heck. Insgesamt wurden Kredite in Höhe von 168 Millionen Euro zugesagt – 105 Millionen Euro an Privatkunden und 63 Millionen Euro an Firmenkunden. Laut Heck ist das „etwas mehr als im Vorjahr“. Nach seinen Worten basieren die Kreditzusagen „sowohl auf dem anhaltenden Wunsch nach Immobilienfinanzierungen im Privatgeschäft als auch auf einer guten Nachfrage nach Investitionskrediten bei Firmen und Gewerbekunden.“ Das Verbundgeschäft „Das gesamte Vermittlungsgeschäft ist traditionell eine starke Säule des Geschäftsergebnisses der Volksbank“, erklärte Ulf Bleckmann. Damit meinte er die Kooperation mit verschiedenen Partnern in den Bereichen Bausparen, Versicherung, Investment und die hauseigene Immobilienvermittlung. Die Ergebnisse Die Bilanzsumme der Volksbank Dreiländereck kletterte um 1,7 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. „Ein solides Wachstum“ (Heck). Das Betriebsergebnis beläuft sich auf 14,5 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss beträgt 1,9 Prozent. „Das Ergebnis der Volksbank Dreiländereck liegt in der Spitzengrupe der Genossenschaftsbanken in Baden-Württemberg“, freut sich Heck. Ans Finanzamt wird die Volksbank rund fünf Millionen Euro an Steuern überweisen. Die Eigenkapitalquote ist mit knapp 20 Prozent überdurchschnittlich. Gefordert werden von der Bankenaufsicht zehn bis elf Prozent. Sonstiges Zum Jahresende beschäftigte die Volksbank wie im Vorjahr 230 Mitarbeiter und 27 Auszubildende. Investiert wurde in die Neugestaltung der Filiale in Stetten. Ihre regionale Verwurzelung bekundete die Bank mit der Unterstüzung zahlreicher Vereine und Institutionen bei sozialen und gemeinnützigen Zwecken.