Lörrach Glattacker ist Chef der Narrenzunft

Die Spitze der Narrenzunft mit (v. l.) Oberzunftmeister Andreas Glattacker, Schatzmeisterin Ellen Quercher, Aktivbeisitzer Klaus Ciprian-Beha, Schriftführerin Bärbel Jung und dem stellvertretenden Vorsitzenden Peter Quercher Foto: Peter Ade Foto: Die Oberbadische

Andreas Glattacker ist seit Donnerstag offiziell Oberzunftmeister (Ozume) der Narrenzunft Lörrach. Ein Amt, das er seit mehr als einem Jahr – nach dem beruflich bedingten Ausscheiden von Stephan Vogt – „ad interim“ ausübte.

Von Peter Ade

Lörrach. Unterstützt wurde und wird der Ozume vom 2. Vorsitzenden Peter Quercher, dessen Position im Team nunmehr ebenfalls „offiziell“ ist. Beide erhielten in der Hauptversammlung am Donnerstag in der Brauerei-Gaststätte „Lasser“ das einhellige Votum der Mitglieder.

„Adäquater Ersatz“

„Es isch eng g’worde für uns“, konstatierte Glattacker angesichts des Ausscheidens von Stephan Vogt, der in der Spielgemeinschaft der Zunftabende zu einer festen Größe geworden war. Hinzu kam, dass auch Philipp Buser um eine Auszeit gebeten hatte.

Zum Glück gab’s „adäquaten Ersatz“, freuten sich Glattacker und das ganze Team über das Nachrücken von Thomas Wagner und Andreas Kuck in den Kreis der Bühnenkünstler – „zwei Kerli, die eifach in d’Welt un somit au in d’Narrezunft inebasse“. Hinzu kam Fabian Weis, der sich als professioneller Schreiner um den Kulissenaufbau kümmert.

Solchermaßen personell gut aufgestellt, gingen in der Alten Halle Haagen neun ausverkaufte Zunftabende mit Witz und Pfiff und jeder Menge Lokalkolorit erfolgreich über die Bühne – „abgespeckt“ von acht auf sieben Nummern, die beim Publikum auf tolle Resonanz stießen.

„Gipfeltreffen“ in Weil und Grenzach

Die „Zwangspause“ bis zum Start in die Saison 2018/19 nutzen die Bühnencracks zur Pflege der Kameradschaft. Obendrein werden sie an freundschaftlichen „Gipfeltreffen“ mit den Zunftmeistern aus Weil am Rhein und Grenzach teilnehmen.

Die Vorbereitung der heimischen Fasnacht beginnt traditionsgemäß im September. Doch macht man sich schon jetzt Gedanken über Motto und Protektor oder Protektorin. Dies geschieht gemeinsam mit der Narrengilde. Deren Chef Jörg Roßkopf war voll des Lobes über das gute Einvernehmen der beiden Vereine.

Gute Kassenlage

Schatzmeisterin Ellen Quercher beleuchtete die Finanzen der Zunft. Die Haupteinnahmen stammen aus dem Verkauf der Zunftabendkarten, aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Bei den Ausgaben schlagen vor allem die Musikbegleitung, GEMA-Gebühren und Kostüme zu Buche. Die Revisoren Susanne Grussenmeyer und Monica Rexroth lobten die Schatzmeisterin für gewissenhafte Arbeit.

Wahlen

Nach der ebenfalls erfolgten Entlastung des Gesamtvorstands leitete Klaus Breitenfeld die Wahlen mit dem Ergebnis: Oberzunftmeister Andreas Glattacker, 2. Vorsitzender Peter Quercher, Schatzmeisterin Ellen Quercher, Schriftführerin und Passivbeisitzerin Bärbel Jung, Aktivbeisitzer Klaus Ciprian-Beha. Margarete Kurfeß folgt auf die turnungemäß ausgeschiedene Kassenprüferin Susanne Grussenmeyer.

Datenschutz

Um Fragen des Datenschutzes innerhalb der Narrenzunft kümmert sich Peter Quercher. Er legte der Versammlung eine „verbindliche interne Vereinsrichtlinie“ vor. Sie stellt unter anderem sicher, dass Daten ausscheidender Mitglieder unmittelbar nach Kündigungseingang „irreversibel“ gelöscht werden.

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