Lörrach Gratulation für den Amtsinhaber

bk/mcf/jab

Der alte und neue Oberbürgermeister der Stadt Lörrach heißt Jörg Lutz: Marco Fraune, Bernhard Konrad und Anja Bertsch haben Persönlichkeiten aus der Politik zum Wahlergebnis befragt.

Lörrach. „Ich habe dieses eindeutige Ergebnis erwartet“, sagt die Lörracher Landrätin Marion Dammann. Für die kommenden acht Jahre wünschte sie Jörg Lutz, „dass er für seine Politik die Unterstützung der Bürger erhält und dass sich diese in die politischen Prozesse mit einbringen.“

„Alles zwischen 80 und 100 Prozent ist ein ordentliches Resultat“, meint Wolfgang Dietz. „Wir pflegen ein gutes Miteinander – persönlich und in der inhaltlichen Abstimmung“, betont der Oberbürgermeister von Weil am Rhein. Bei Anliegen, die über die Städte hinausweisen, seien beide inhaltlich „oft gemeinsam unterwegs.“

Marco Muchenberger, Bürgermeister von Inzlingen, freut sich über „dieses gute Ergebnis und die weitere Zusammenarbeit in der Verwaltungsgemeinschaft Lörrach-Inzlingen.“ Gleichwohl hätte er Lutz eine höhere Wahlbeteiligung gewünscht.

Obwohl die Grünen zuerst noch eine Gegenkandidatin in den OB-Wahlkampf schicken wollten, zeigte sich Fraktionschefin Margarete Kurfeß mit der Bestätigung von Lutz im Amt zufrieden. „Es war nichts anderes zu erwarten. Die Konkurrenz war keine.“ Die Grünen seien inhaltlich mit den Wahlprüfsteinen in den Dialog mit dem OB getreten. Nun gebe es die schriftlichen Aussagen, um auch im Austausch zu bleiben.

Auch die CDU hatte mit einem eigenen Kandidaten geliebäugelt. Doch die Lörracher Stadtverbandsvorsitzende Ulrike Krämer hat nicht nur das klare Ergebnis erwartet, sondern ist zufrieden mit der Wiederwahl von Lutz. „Unsere Kritikpunkte hat er angenommen.“ So erwarte die CDU mehr Führung und die Richtungsvorgabe, dass „mehr Impulse von ihm ausgehen“.

Das Ergebnis sei „ vernünftig“, allerdings hatte Hubert Bernnat auf eine etwas höhere Wahlbeteiligung gehofft. Der Fraktionsvorsitzende der SPD betont: „Ich finde es gut, dass sich die Grünen und die CDU mit ihren Fragenkatalogen an Jörg Lutz inhaltlich an der Debatte beteiligt haben.“

Brombachs Ortsvorsteherin Silke Herzog schließt sich den Gratulanten an und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit – und darauf, dass Lutz sich den Herausforderungen motiviert stellt. „Aufgaben gibt es genug - und die muss man auch angehen“, sagt Herzog. Sie wünscht sich, dass OB, Verwaltung und Gemeinderat weiter an einem Strang ziehen – und „dass Jörg Lutz auf die Lörracher zugeht und den Bürgern zuhört.“ In diesem Zusammenhang klingt denn auch leise Kritik an: „Die niedrige Wahlbeteiligung sollte doch zu Denken geben: Vielleicht ist eben doch nicht nur das Wetter daran schuld, dass es die Leute nicht an die Urne gezogen hat.“

Haagens Ortsvorsteher Horst Simon findet die knapp 87 Prozent für Lutz auf den ersten Blick gut. Doch die Wahlbeteiligung von etwa 20 Prozent sei „enttäuschend“. Simon: „Trotzdem packen wir mit dem wiedergewählten OB die vielen zu lösenden Themen an und hoffen, dass die von außen hinein getragenen Störungen diese Lösungen nicht zu stark beeinflussen.“

Der Ortsvorsteher von Hauingen, Günter Schlecht (SPD), findet es beruhigend, angesichts der anstehenden Herausforderungen einen erfahrenen und besonnenen OB weiter im Amt zu wissen. Dieser habe im Wahlkampf nicht die Hände in den Schoß gelegt, sondern sei präsent gewesen. Schon in der Vergangenheit habe Lörrach mit seinen Oberbürgermeistern Glück gehabt.

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