Lörrach Große Auswahl am Ausbildungsmarkt

Zahlreiche Interessenten tummelten sich bei der „Recruiting Night“. Foto: Markus Greiß

Lörrach - Firmen müssen heute kreativ sein, um junge Menschen als Auszubildende zu gewinnen. Bei der zweiten „Recruiting Night“ stellten sich am Freitagabend sechs lokale Unternehmen in ungezwungener Atmosphäre vor. An Ständen in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden gaben Personalverantwortliche und Auszubildende künftigen Schulabgängern Auskunft.

Eine Bar lud zu Snacks und Erfrischungen ein – darunter zu den Getränken des Lörracher Start-ups Nao Superfood Drinks, das Jungunternehmer Hendrik Nelis dem Publikum vorstellte. Und im vollbesetzten Sparkassenforum sprachen die Firmenchefs von Hieber, Kestenholz, Sparkasse, Sportmüller, Steigenberger Hotel Stadt Lörrach und Stiefvater über Unternehmenswerte, ihren eigenen Werdegang, die typische Arbeitswoche eines Azubis und Tipps für eine erfolgreiche Ausbildung.

Bewerber stehen nicht mehr Schlange

„Ihr habt die riesige Chance, eurer Leidenschaft nachzugehen“, verbreitete Karsten Pabst, Geschäftsführender Gesellschafter von Hieber’s Frische Center, Optimismus. Denn anders als vor einigen Jahrzehnten, als Bewerber bei den Unternehmen Schlange standen und oft mit ihrer zweiten Berufswahl vorliebnehmen mussten, könnten es sich die Jugendlichen heute im Grunde aussuchen. Umso wichtiger sei es, so Sparkassen-Vorstandsvorsitzender André Marker, sich vorher zu informieren und einen guten Ausbilder zu finden.

Die Angebotspalette auf dem Ausbildungsmarkt ist groß, und die Anforderungen unterscheiden sich erheblich. Während Fachkräfte bei Sportmüller laut Inhaber Peter Vogl sehr viel über Chemie, Orthopädie, die Zusammensetzung von Textilien und nachhaltige Produktion wissen müssen, ist bei den Hotelfachleuten Gastfreundlichkeit und – angesichts oft langer Tage – Durchhaltevermögen wichtig, wie Michael Hoferer, Direktor des Steigenberger Hotels, sagte. Wer hingegen in einem Reisebüro seinen Weg gehen möchte, muss laut Aron Stiefvater „Lust haben, die Welt zu entdecken“ und für fremde Kulturen offen sein.

Eines verbindet indes alle Unternehmen: dass ihre Lehrlinge eine duale Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule durchlaufen. Eine solche fundierte Ausbildung bezeichnete Stephan Kestenholz, CEO der im Automobilgeschäft tätigen Kestenholz Gruppe, als „Grundbasis, die nicht ersetzt werden kann“.

Mehrere Jugendliche unterstrichen im Gespräch den Nutzen der Veranstaltung: „Sie gibt mir die Möglichkeit, Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe zu erhalten und die Repräsentanten kennenzulernen, die hinter den Unternehmen stehen“, meinte etwa die kurz vor dem Abitur stehende Julina Buchholz.

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