Lörrach Große Nachfrage zum Test-Start in Haagen

Feinfühlig testet der Arzt Andreas Lindel, aufmerksam assistiert von Katharina Lindel und Bärbel Kirchner. Foto: Peter Ade

Lörrach - Testen ist wichtig: Vielerorts in der Kreisstadt sind haupt- und ehrenamtliche Kräfte aktiv, um das Sicherheitsgefühl der Bürger im Umgang mit dem Coronavirus zu stärken.

Stetten hat vor sechs Wochen den Anfang gemacht. Im Quartierscafé unterhalb des Gemeindehauses eröffnete der Förderverein des Seniorenzentrums St. Fridolin unter Leitung von Dieter Funk gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt und deren Vorsitzenden Gaby Schupp eine Teststation, die sich zweimal die Woche großen Zuspruchs erfreut. Den finanziellen Rahmen ermöglichte unsere Zeitung mit einen Zustupf in Höhe von 7000 Euro aus der Aktion „Leser helfen Not leidenden Menschen“.

„Jüngstes“ Testzentrum ist die Alte Halle Haagen an der Manzentalstraße 9. Sie bietet seit Dienstag kostenlose Tests auf das Coronavirus an. Stadt- und Ortschaftsrat Alfred Kirchner hat sich um die Vorbereitungen gekümmert. Die ärztliche Leitung obliegt dem früheren Haagener Allgemeinmediziner Andreas Lindel.

100 Tests, alle negativ

Der Auftakt war fast furios. Gut 100 Frauen, Männer und Kinder erschienen ab 18.30 Uhr, um Gewissheit zu bekommen und – hoffentlich – mit negativem Resultat den Heimweg antreten zu können. Und in der Tat: Es gab keine positive Testung.

Getestet wird in Haagen vom Kleinkind (in Begleitung) bis zum Greis. Kindern kann der „Lollytest“ angeboten werden. Der gesamte Service erfolgt vorerst ohne Anmeldung. Sollte die Resonanz aber so stark sein, dass sich Warteschlangen bilden, werde man eine Anmelde-Variante einrichten müssen, sagte Kirchner im Gespräch mit unserer

Reibungsloser Ablauf

Nach dem Start am Dienstag sieht es allerdings nicht danach aus. Obwohl der Andrang groß war und die Interessenten zum Teil auch aus der Gesamtstadt kamen, ging alles zügig und problemfrei über die Bühne. Es gab nur kurze Wartezeiten und nach dem Test die üblichen 15 Minuten bis zum „Eintreffen“ des Resultats.

„Wir sind mit Freiwilligen personell so gut aufgestellt, dass wir die Alte Halle optimal einrichten konnten“, sagt Kirchner zu der Neuerung, die in kurzer Zeit auf seine Initiative hin auf die Beine gestellt wurde. „Ich freue mich, dass wir nun auch vor Ort in Haagen der Bevölkerung diesen Service anbieten und einen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten können.“

Kirchner selbst übernahm zum Auftakt den bürokratischen Part. Er registrierte die Personalien der Testpersonen und klärte über das Prozedere auf. Danach ging es direkt in den Laborbereich, wo der Arzt Andreas Lindel feinfühlig den Nasenabstrich vornahm. Katharina Lindel und Bärbel Kirchner assistierten dem Mediziner.

Testtage: Dienstag und Freitag

Die Tests werden ab sofort jeweils dienstags von 18.30 bis 21 Uhr und freitags von 17 bis 20 Uhr angeboten. Bei einem positiven Resultat würde an Ort und Stelle ein ärztlich überwachter PCR-Test angeboten. Zudem bekäme das Gesundheitsamt umgehend die zur Weiterbearbeitung erforderlichen Daten. Negative Ergebnisse haben im Übrigen eine Gültigkeit von 48 Stunden.

Viel Lob gab von Haagens Ortsvorsteher Horst Simon, der sich zusammen mit seiner Ehefrau Bettina testen ließ. „Das ist eine prächtige Sache“, freute sich der Rathauschef und dankte insbesondere Alfred Kirchner für die Initiative und dem Arzt Andreas Lindel für die medizinische Begleitung.

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