Lörrach Gut vernetzt im Leben der Pfarrei

Das Leitungsteam der Frauengemeinschaft St. Peter (v. l.): Paula Hirschberger, Gerda Zimmermann und Christa Langer; es fehlt Hildegard Eberhard. Foto: Peter Ade

Lörrach - Soziales Wirken, engagiertes Miteinander der Generationen und die Gleichstellung von Frau und Mann in der Kirche sind zentrale Anliegen der katholischen Frauengemeinschaft St. Peter. Deren 25-jähriges Bestehen feiert die Pfarrei der Nordstadt am Sonntag, 28. Juli, mit Gottesdienst und Apéro im Gemeindesaal.

Im Januar 1994 wurde die Gemeinschaft offiziell gegründet, nachdem zuvor schon zwei Jahre lang ein Frauenkreis aktiv war. Der damalige Pfarrer Franz Kreutler gab den Impuls zur Neuformation mit Vernetzung in Bundes- und Diözesanverband der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), dem mit 450 000 Mitgliedern größten Verband innerhalb der katholischen Kirche des Landes.

Über zwölf Jahre hinweg war Christa Langer Vorsitzende. Danach „pausierte“ sie ein Weilchen und ist seit fünf Jahren wieder in einem Leitungsteam aktiv, dem auch Paula Hirschberger, Hildegard Eberhard und Gerda Zimmermann angehören.

Zum facettenreichen Angebot gehören Gottesdienste, Besinnungstage, Ausflüge und Vortragsabende. „Jede Frau ist uns wichtig und kann ihre Talente und Fähigkeiten einbringen“, beschreibt Christa Langer das Leitbild der Gemeinschaft.

Zu den ständigen Aktivitäten gehört das kunstvolle Fertigen von Adventskalendern, die am Adventsbasar in einer Auflage von hundert Stück zum Preis von fünf Euro angeboten werden. Etwa zehn Frauen basteln das ganze Jahr über für die kleinen Kunstwerke.

Vor geraumer Zeit lief in Kooperation mit der Caritas die Aktion „Babykorb“ für bedürftige Mütter. In den Kirchen St. Peter und St. Bonifatius stand jeweils ein Korb, in den Babykleidung gelegt werden konnte, die später verteilt wurde.

Ohne Wenn und Aber bekennt sich das Team zur uneingeschränkten Gleichstellung von Frau und Mann in der katholischen Kirche: „Wir stehen zur Bewegung Maria 2.0“, unterstreicht Langer. Sie ist überzeugt: „Eine Kirche ohne Frauen ist nicht vorstellbar. Da würde alles zusammenbrechen.“

Im Pressegespräch erwähnt das Gründungsmitglied nicht ohne Stolz, dass die Frauen von St. Peter bereits vor zwei Jahrzehnten ein bemerkenswertes Zeichen gesetzt haben: Sie überklebten im früheren Gesangbuch „Gotteslob“ den Liedertext „Lasst uns loben, Brüder loben“ mit der neuen Zeile: „Lasst uns freudig loben.“

Bei der Gründung vor 25 Jahren gehörten in St. Peter 17 Frauen der Kfd an. Heute sind es rund 30. Das älteste der über 50-jährigen Mitglieder ist 94 und noch immer aktiv.

Das Jubiläum unter dem Leitwort „Getragen im Netz“ wird am Sonntag, 28. Juli, um 11 Uhr mit einem feierlichen Gottesdienst im Gemeindesaal eröffnet. Zelebranten sind Stadtpfarrer Thorsten Becker und der frühere Pfarrer von St. Peter, Franz Kreutler. Musikalisch umrahmt wird die Feier vom Chor „Canto Allegro“ unter Leitung von Andreas Mölder.

Zum anschließenden Apéro mit Sekt und Gugelhupf ist die ganze Gemeinde eingeladen. Am Montag, 29. Juli, treffen sich die Frauen zu einem internen Grillfest.

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