Lörrach Gutes Ende einer Odyssee

Lörrach - Das neue Lörracher Polizeirevier ist am Donnerstag offiziell eingeweiht worden. Beim Empfang mit zahlreichen geladenen Gästen sagte Revierleiter Wolfgang Grethler: „Nach einer langen Odyssee sind wir angekommen.“

Grethler, der im kommenden Frühjahr in den Ruhestand gehen wird, goss bei aller Freude über das neue Domizil ein wenig Wasser in den Wein. Räumlich nur ein paar hundert Meter voneinander entfernt, entwickelte sich der Umzug von der Bahnhof- in die Weinbrennerstraße zeitlich zum Marathonlauf mit etlichen Durststrecken, die Ausdauerspezialist Grethler eindrucksvoll schilderte.

Zentral gelegen und barrierefrei ausgebaut

Dass die Umsetzung dieses Projekts derart viel Zeit in Anspruch genommen hat, könne er so nicht einfach hinnehmen. Aber: Zentral gelegen und barrierefrei ausgebaut, stehe den Beamten nun ein „alles in allem gelungenes“ Ergebnis zur Verfügung.

Im früheren Gebäudekomplex der Polizeidirektion Lörrach – ihr Sitz befindet sich nach der Polizeireform in Freiburg – arbeiten knapp über 100 Personen: Neben den 80 Polizisten des Reviers sind dies zehn Kräfte der Ermittlungsgruppe „Wohnungseinbruch“, 15 Fachleute der Kriminaltechnik und weitere Spezialisten.

Dank an „Lörracher Mannschaft“

Grethler dankte insbesondere der „Lörracher Mannschaft“, unter anderem seinem Stellvertreter Andreas Nagy, sowie der ehemaligen Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm, dem aktuellen OB Jörg Lutz, Landrätin Marion Dammann und ihrem Vorgänger Walter Schneider, Architekt Harald Klemm und schließlich Offenburgs Polizeipräsident Michael Gehri, dem früheren Leiter der Polizeidirektion Lörrach, für deren Engagement.

Zum Auftakt der Einweihung würdigte Karl-Heinz Bühler, Leitender Baudirektor von „Vermögen und Bau Baden-Württemberg“, die nun vollzogene Bündelung der polizeilichen Kräfte an zentraler Stelle in der Stadt Lörrach. Rund 3,1 Millionen Euro haben die Aus- und Umbauarbeiten, die im Oktober 2016 begannen und im Juli 2019 abgeschlossen wurden, gekostet. „Vermögen und Bau“ ist ein Kompetenzzentrum und eine Serviceeinrichtung für alle Leistungen rund um die Immobilien des Landes.

Barockes Anwesen mit bewegter Geschichte

Freiburgs neuer Polizeipräsident Franz Semling skizzierte die bewegte Geschichte des barocken Anwesens, das nun „modernen Ansprüchen gerecht“ werde. Die Polizei in Baden-Württemberg verfüge über insgesamt 1435 Gebäude: Dies belege, dass sie nach wie vor in der Fläche vertreten sei. Dabei trage „die öffentliche Wahrnehmung der Unterbringung wesentlich zur Wahrnehmung der Polizei“ bei.

Begleitet von den Darbietungen der Polizeimusik Freiburg unter der Leitung von Susanne Klingele sprachen Petra Höfler (CDU) als ehrenamtliche Stellvertreterin des Oberbürgermeisters, und Michael Laßmann, Leiter des Dezernats „Recht, Sicherheit und Gesundheit“ beim Landratsamt, Grußworte.

„Über Jahre hinweg desolat“

Höfler bekräftigte ebenfalls die dringende Notwendigkeit des Umbaus: Die Ausstattung des Reviers sei „über Jahre hinweg desolat“ gewesen. Sie dankte Grethler stellvertretend für die Polizisten in der Lerchenstadt für die „gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ – was sie als Kommunalpolitikerin ebenso betonen könne wie als langjährige Marktmeisterin der Stadt: „Das Miteinander war immer von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt.“   siehe „Guten Morgen “

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