Lörrach Hochstimmung unter der Brücke

Matthias Lindemer Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Die Interessengemeinschaft (IG) Musikkultur Lörrach veranstaltet am heutigen Samstag eine Party mit elektronischer Musik unter der A 98 an der Brombacher Straße. Die Party etabliert sich zusehends – nach wie vor wird sie mit viel ehrenamtlichem Engagement auf die Beine gestellt.

Lörrach. DJ Hentex, DJ Nora, die Enemy Brothers & der Alex mixen live. Für Jugendliche und junge Erwachsene aus Lörrach und Umgebung sei die „Bridge Under“ jedes Jahr ein Höhepunkt. „Doch es gesellen sich Menschen jeden Alters zu den Partygästen“, schreibt Matthias Lindemer für die IG Musikkultur.

Matthias Lindemer: Schreckens-Szenarien blieben aus

Rund 200 Gäste werden laut Veranstalter bei der Party zwischen 16 und 0 Uhr erwartet. Aus Rücksicht auf die Anwohner geht es danach im Club „Notlösung“ (mit Eintritt) weiter. Doch auch während der Freiluft-Veranstaltung dürfe an den Fenstern der Anwohner die Lautstärke nicht über 50 dB steigen – das entspreche in etwa der Lautstärke von Vogelgezwitscher. Laut Veranstalter könne dies durch entsprechende Ausrichtung der Boxen erreicht werden.

„Was ursprünglich Empörung in Politik, Verwaltung und bei Anwohnern auslöste, ist inzwischen fast normal“, schreibt Lindemer, der auch als Stadtrat im Kommunalparlament sitzt, in der Pressemitteilung. Man habe gemerkt, dass der Bedarf vorhanden ist und Schreckens- Szenarien ausbleiben.

Um die Alkohol- und Drogenproblematik solcher Veranstaltungen zu reduzieren wird die IG Musikkultur durch den Schweizer Verein „Eve & Rave“ beraten, die mit einem Stand präsent sein wird. „Die hohen Auflagen werden jedes Jahr neu verhandelt. Sicherheitskonzept und Genehmigung werden mit der Zeit sinnvoller und nachvollziehbarer“, so Lindemer. Dennoch sind Auflagen immer mit Kosten und Aufwand verbunden und für eine nicht-kommerzielle Veranstaltung eine Belastung. Die Veranstaltung ist überhaupt nur durch die Unterstützung vieler Akteure möglich.“ so Lindemer weiter.

Das Möbelhaus Koesler stellt einen Transporter zur Verfügung, die Piratenpartei sponsert Toiletten, und der SAK tritt bereits im 4. Jahr als Unterstützer auf, damit die Veranstaltung haftpflichtversichert ist und überhaupt in dieser Form stattfinden kann. Hinzu kommen viele DJs und Helfer, die aufbauen, für Sicherheit sorgen und mitten in der Nacht alles wieder aufräumen. Auch die Musikanlage wird von DJ Thomas Schock aus Rheinfelden kostenfrei zur Verfügung gestellt. „Teilweise handelt es sich hierbei jedoch um Provisorien für die wir mit der Zeit neue Lösungen finden müssen“, so Lindemer.

Gespräche mit allen Beteiligten gehören für die IG Musikkultur jedoch zum Selbstverständnis: „Unser Ziel ist es, Partys so zu organisieren, dass wir und andere sie nächstes Jahr wieder veranstalten können und dürfen.“   Eintritt frei, Getränke gibt es gegen eine Spende.

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