Lörrach Im Kreuz ist Hoffnung und Leben

Lörrach - Das Kreuz ist das Symbol der Christenheit. In der Karwoche gewinnt das Kreuz eine besondere Bedeutung. Es steht für das Leiden Jesu Christi.

Gemeinsam mit Pfarrer Thorsten Becker, dem Leiter der Seelsorgeeinheit Lörrach mit rund 15 000 Katholiken in Lörrach und Inzlingen, gingen wir der Frage nach: Was sagen uns die zentralen Kreuze in den katholischen Lörracher Kirchen St. Fridolin in Stetten, St. Bonifatius in der Kernstadt und St. Josef in Brombach?

St. Fridolin

In St. Fridolin befindet sich ein typisches gewohntes Kreuz mit dem Körper des leidenden Christus. Damit soll den Menschen gezeigt werden, wie groß das Leid Gottes ist, das er aus Liebe für uns Menschen auf sich genommen hat. Dieses Kreuz zeigt, dass Gott den Weg des Lebens bis zum Tod für uns gegangen ist. In der Heiligen Schrift heißt es, dass er sich all seiner Gewalt entäußert und sich damit auch solidarisch mit den Menschen bis in den Tod zeigt.

St. Bonifatius

Über dem Altar in der Kirche St. Bonifatius hängt ein sogenanntes Auferstehungskreuz. Am Kreuz ist nicht mehr der leidende, sondern der Auferstandene, der den Tod besiegt hat, dargestellt. Die Botschaft dahinter lautet: Das Kreuz und der Tod sind nicht das Ende, sondern im Kreuz ist Heil, ist Hoffnung und im Kreuz ist Leben. Randbemerkung: Deshalb tragen wir Kreuze um den Hals in Gold und Silber, oft ohne dies zu wissen. Darin kommt zum Ausdruck, dass das Kreuz nicht nur Marterwerkzeug, sondern auch ein Zeichen des Lebens ist.

St. Josef

Im Altarraum der Kirche von St. Josef in Brombach befindet sich ein schlichtes Holzkreuz. Das Besondere daran ist, dass der Querbalken des Kreuzes nach vorne abgeknickt ist, was ausgebreitete Arme symbolisieren soll, die die Menschen umarmen wollen. Das Kreuz will zeigen, dass das Geschehen des Kreuzes nicht etwas Exklusives ist, sondern alle Menschen mitnehmen will. Jesus sagt: „Ich werde alle an mich ziehen.“ Der christliche Glaube besagt, dass Gott die gesamte Schöpfung erlöst.

St. Peter

Aufgrund von erheblichen Baumängeln an der Kirche St. Peter darf das Gotteshaus in der Nordstadt bereits seit Monaten nicht mehr betreten und genutzt werden. Deshalb verzichten wir an dieser Stelle auf eine Interpretation des Kreuzes in St. Peter.

Enthüllung an Karfreitag

Während der Liturgie an Karfreitag werden die Kreuze in den Kirchen laut Becker enthüllt. Damit soll der Blick der Gläubigen geschärft werden für das Große, das Gott uns mit dem Leiden am Kreuz geschenkt hat. „Durch die Enthüllung schauen wir einfach genauer hin“, so Becker. Die Tücher werden nach der Enthüllung an Ostern laut Becker nicht entsorgt, sondern wie ein Grabtuch über die Kreuze gelegt, als Zeichen des Triumphs über den Tod. Damit folgt man den Schilderungen im Evangelium, wo es heißt, dass die Binden, mit denen der Leichnam Jesu verhüllt war, weggelegt wurden.

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