Lörrach Im Lö zieht Leben ein

Lörrach - Das „Lö“ ist startklar – trotz Corona. Vor einigen Tagen machte das Bekleidungsgeschäft „Kult“ mit seiner Öffnung den Anfang, weitere Läden werden nun folgen. Unterdessen sind die von der Wohnbau Lörrach vermieteten Wohnungen nahezu komplett vergeben. Ab 1. Juli sollen sie bezogen werden.

Das Quartier zwischen Rathaus, Bahnhof und Palmstraße hat ein neues Zentrum, ein neues Gesicht: das „Lö“. Der imposante Bau ist ein unmissverständliches urbanes Statement, gleichwohl wirkt er mit seiner von Glas, hellem Gestein und klaren Strukturen dominierten Fassade nicht schwerfällig, sondern wertig: ein Blickfang.

Nun also die erste Ladenöffnung – coronakonform, versteht sich. Bis auf eine Gastro-Fläche sei alles vergeben, sagt Benjamin Herrmann von der „mdbm“ mit Sitz in Karlsruhe. Das Unternehmen übernimmt die Projektsteuerung für den Investor Bernard Dov Widerker. Angesichts der gegenwärtigen Bedingungen – Stichwort Corona – könnten angedachte Öffnungstermine der gewerblichen Mieter nur mit einer gewissen Vorsicht genannt werden – theoretisch seien Verzögerungen denkbar, „aber mitunter geht es auch schneller als gedacht.“

Nach letzten Informationen plane die Landesbank Baden-Württemberg die Öffnung ihrer Filiale in der Palmstraße in der kommenden Woche, der Textilanbieter „TK Maxx“ folgt zur Mitte des Monats, die Gastro-Offerte „L’Osteria“ zum 22. April und der Drogeriemarkt „dm“ zum Monatsende. Das Fitnessstudio „Verso-Premiumresort“ werde voraussichtlich im Herbst die ersten Mitglieder empfangen, so Herrmann.

Die Geschäftseröffnung des neuen Hieber-Marktes ist noch nicht genau terminiert, wie Inhaber und Geschäftsführer Dieter Hieber am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung sagte. Auch wann „Starbucks“ den ersten Kaffee im „Lö“ verkauft, ist noch nicht entschieden.

Unterdessen hat die Wohnbau Lörrach den 1. Juli als Einzugsbeginn bestätigt. Die 59 Wohnungen – vom Ein-Zimmer-Appartement mit 40 bis zur Fünf-Zimmer-Wohnung mit über 150 Quadratmetern – werden abschnittsweise bezogen, erläuterte Wohnbau-Geschäftsführer Thomas Nostadt.

Mit dem Kern des Quartiers wird sich auch dessen Umfeld ändern. In diese Investitionen ist auch Widerker auf der Grundlage des städtebaulichen Vertrags eingebunden. Wie berichtet, wird die Fußgängerzone nach einem Gemeinderatsbeschluss bis in die Palmstraße hinein verlängert. Auf dem nach Plänen des Lörracher Architekten Fritz Wilhelm gestalteten Bahnhofsplatz werden einige wenige behutsame Anpassungen vorgenommen. Wilhelm hält die Urheberrechte an der Platzgestaltung.

Unterdessen öffnet der Tiefgaragenverbund mit der neuen Garage des „Lö“ sowie Rathaus- und Bahnhoftiefgarage in der zweiten April-Hälfte. Nach umfangreicher Sanierung und Modernisierung kann die Tiefgarage des Rathauses bereits seit dem 1. März wieder genutzt werden.

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