Lörrach Immer wichtiger: Seniorenarbeit

Ute Hammler (l.) beim diesjährigen Seniorensommer mit Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic. Foto: Meller

Lörrach - Angesichts des demografischen Wandels wird konzeptionelle Seniorenarbeit immer wichtiger. Darin waren sich die Mitglieder des Hauptausschusses bei den Haushaltsberatungen kürzlich einig. Deshalb soll der Stellenanteil der Seniorenbeauftragten von 50 auf 80 Prozent angehoben werden.

Unsere Gesellschaft – folglich auch unsere Stadtgesellschaft – wird immer älter. Bereits 2016 war jeder fünfte Lörracher über 65 Jahre alt. Prognosen gehen davon aus, dass der Anteil alter Menschen ebenso zunehmen wird wie die Pflegebedürftigkeit. Diese zunehmende Zahl von Senioren stellt die Stadt vor Herausforderungen. Um diese zu meistern, hat die SPD-Fraktion im Gemeinderat den Antrag gestellt, den Stellenanteil der Seniorenbeauftragten Ute Hammler auf 100 Prozent zu erhöhen.

In den Haushaltsberatungen sahen auch die anderen Fraktionen dies ähnlich. „Wir müssen alles tun, um unseren Senioren ein eigenständiges Leben zu ermöglichen“, betonte Hannelore Roßkopf (CDU). Auch Silke Herzog (Freie Wähler) sieht „einen steigenden Bedarf für Seniorenbetreuung“. Angesichts des demografischen Wandels könne man sich dieser Tatsache nicht mehr verschließen, betonte Margarete Kurfeß (Grüne).

Von der Aufstockung des Stellenanteils der Seniorenbeauftragten verspricht sich die SPD-Fraktion die Ausarbeitung von Konzepten, zur Unterstützung für ein „gelingendes Altern“. Hierzu zählen laut SPD-Antrag unter anderem „Betätigungs- und Begegnungsmöglichkeiten, das Wohnen, die Mobilität, die hauswirtschaftliche Versorgung sowie die Pflege und Beratung“. Auch die Weiterentwicklung bereits bestehender Konzepte und Angebote wie Seniorensommer, Seniorenkino und Quartiersarbeit zählen dazu.

Einbindung ehrenamtlich tätiger Bürger

Ein zusätzliches Betätigungsfeld sieht die SPD in der Geschäftsführung des Seniorenbeirats sowie in der Beratung der Verwaltung in Seniorenangelegenheiten und der Einbindung ehrenamtlich tätiger Bürger. Bei nur einer Enthaltung sprach sich der Hauptausschuss für die Aufstockung des Stellenanteils aus – allerdings nicht auf 100, sondern auf 80 Prozent.

Nach Einschätzung der Verwaltung und auch der Seniorenbeauftragten selbst kann mit dieser Erhöhung den anstehenden Aufgaben und der zunächst konzeptionellen Arbeit vorerst ausreichend Rechnung getragen werden. Der Bedarf für eine weitergehende Stellenaufstockung – dann auf Vollzeit – zur Umsetzung von Konzepten sowie für den Ausbau der Seniorenarbeit soll für das Folgejahr erneut geprüft werden.

Jetzt muss der Gemeinderat dieser Aufstockung in seiner Sitzung am Donnerstag, 20. Dezember, 17 Uhr, noch zustimmen. Dies dürfte jedoch reine Formsache sein.

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