Lörrach In den Tiefgaragen ist es ab November wohl teurer

Adrian Steineck
Wer in der Tiefgarage am Hauptbahnhof parkt, der zahlt künftig etwas mehr. Foto: Adrian Steineck

Die Parkgebühren in den städtischen Tiefgaragen sollen steigen. Die Stadt hofft auf Mehreinnahmen.

Der Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) beschäftigt sich in seiner Sitzung am Donnerstag mit diesem Thema. Stimmt der Gemeinderat in seiner Sitzung am 28. September zu, könnte die Erhöhung der Kurzzeitparktarife zum 1. November in Kraft treten. Die Tarife für Dauerparker würde zum 1. Januar 2024 umgesetzt werden. Es wäre die erste Erhöhung seit sechs Jahren. Die Stadt Lörrach erhofft sich dadurch jährliche Mehreinnahmen von 190 000 Euro.

Mehreinnahmen erhofft

Konkret geht es um die Tiefgarage am Hauptbahnhof, die aus drei Teilgaragen besteht und insgesamt 678 Stellplätze umfasst. Auch in der Tiefgarage Wallbrunn, die Platz für 271 Autos bietet, soll das Parken teurer werden (siehe Infokasten). Die Mehreinnahmen würden sich bei der vorgeschlagenen Erhöhung unter Berücksichtigung und auf Basis der Kurzzeitparkeinfahrten des Jahres 2022 und der Anzahl der Dauerparker zum Ende des vergangenen Jahres auf etwa 190 000 Euro im Jahr belaufen, schreiben die Stadtwerke.

Bei der vorgeschlagenen Erhöhung des Kurzzeitparktarifs handle es sich um eine durchschnittliche Erhöhung von 14 Prozent.

Sanierung und Teuerung

In der Beschlussvorlage für den AUT verweist die Stadt auf die Sanierung und schreibt: „Aufgrund der baulichen Mängel und des nicht mehr zeitgemäßen Angebots wurden die ehemaligen Tiefgaragen Bahnhof und Rathaus in den Jahren 2019 bis 2021 aufwendig saniert.“ Durch den gleichzeitigen privaten Neubau der Tiefgarage unter dem Wohn- und Geschäftshaus LÖ habe durch die Verbindung der Tiefgaragenteile die Möglichkeit bestanden, den neuen Tiefgaragenverbund am Hauptbahnhof mit einheitlichem Angebot zu schaffen und die Tiefgaragen energetisch zu sanieren. Die Gesamtkosten für die Sanierung betrugen etwa 14 Millionen Euro. Die neue Anlage biete den Kunden ein modernstes Angebot, insbesondere auch hinsichtlich der zukünftig wohl immer wichtiger werdenden E-Mobilität, heißt es in der Beschlussvorlage für den AUT, der am Donnerstag, 14. September, 17.30 Uhr, seine Sitzung hat.

Gestiegen seien auch die laufenden Aufwendungen etwa für Versicherungen und Personal. Lagen diese für das Jahr 2018 nach der vorherigen Tariferhöhung noch bei 430 000 Euro, schlügen sie für das Jahr 2022 nun mit insgesamt 931 000 Euro zu Buche. Eine weitere Kostensteigerung wird für das laufende Jahr sowie die folgenden Jahre erwartet.

Die Tiefgaragen wurden in den 1970er-Jahren gebaut und befinden sich seit 2005 im Eigentum der Stadtwerke mit dem Betriebsführer Q-Park.

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