Lörrach Initiative will Historie von Hauingen beleuchten

Marco Fraune
 Foto: Kristoff Meller

Die Bürgerinitiative „Lebendiges Hauingen“ will im Rahmen einer Geschichtswerkstatt die Geschichte einiger historischer Bauten in Hauingen erkunden. Zur Orientierung für Neubürger und Touristen soll daraus ein „Hauinger Spaziergang“ mit sehenswerten Orten entstehen, heißt es in der Projektbeschreibung.

Von Marco Fraune

Lörrach-Hauingen. Der öffentliche Startschuss für eine Realisierung soll am 17. September in Form einer Geschichtswerkstatt erfolgen. Interessierte Bürger sind zu einer ersten Sichtung von Unterlagen eingeladen. Fotos, Geschichten und Anekdoten sind willkommen, erklärt Simone Ernsting von der Initiative. Diese besteht bisher aus sechs Hauinger Bürgern, die etwas für den Ort bewegen wollen. Ziel sei, Hauingens Geschichte sichtbar zu machen. „Unser Fokus liegt dabei auf historischen Gebäuden, aber auch privaten Geschichten und Anekdoten“, so die Initiative.

Haltingen plant auch

Hintergrund ist, dass die Konturen des Ortes in der Wahrnehmung geschärft werden sollen. Denn diese werden bisher als „relativ gesichtslos“ von den Mitgliedern der Initiative wahrgenommen. Vor allem für Zugezogene könnten mit dem Projekt Rundgang interessante Orte näher gebracht werden. Dies soll einerseits mit Informationstafeln an alten Gebäuden erfolgen, andererseits mit einer passenden Broschüre, welche zu den Orten führt und Hintergründe liefert.

Damit ähnelt das Vorhaben dem in Weil am Rhein-Haltingen. Hier wird aktuell die Idee von Stadträtin und Winzerin Susi Engler aufgegriffen, an verschiedenen Gebäuden und Objekten Info-Tafeln zur Haltinger Historie anzubringen.

Mögliche Orte

Mit dem ersten Treffen der Hauinger Geschichtswerkstatt erhoffen sich Ernsting und ihre Mitstreiter, Bürger aus Hauingen und speziell auch Ältere anzusprechen, die ihr Wissen über die Geschichte des Ortes teilen wollen. „Es gibt sicher einige Leute, die viel zu erzählen haben.“ In den Sinn kommen Simone Ernsting beispielsweise ein altes Haus, in dem sich früher einmal eine Metzgerei befand, oder auch einige alte Bauernhäuser, die zu Wohnzwecken umgebaut wurden. Auch die alte Schmiede sieht sie als zentral an. Als Experte mitwirken wird Hobby-Historiker Michael Fautz, der Autor des Buches „Hauingen: Das Dorf und seine Menschen in alten Bildern“ ist.

In einem Jahr

Eine Zielmarke haben die Initiatoren der Geschichtswerkstatt erst einmal grob vor Augen. In etwa einem Jahr werde man mehr wissen und vielleicht mit der Broschüre starten, blickt Ernsting in Richtung Zukunft.

Erfahrungen in der Umsetzung von Projekten hat die Initiative „Lebendiges Hauingen“ bereits. So erstellte diese für die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule schon einen Schulwegplan, damit die Kinder auch ohne „Elterntaxis“ sicher in die Schule gelangen können. Auch setzen sich die Bürger für Tempo 30 im Ort ein. Eine Umfrage wurde zu dem Thema gestartet und ein Bürgerforum abgehalten.

Anmeldungen

Interessierte können mit der Gruppe per E-Mail unter lebendigeshauingen@gmx.de Kontakt aufnehmen. Eine erste Sichtung zum Thema Geschichtswerkstatt findet am 17. September von 17 bis 18.30 Uhr in der Hauinger Nikolauskirche statt.

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