Lörrach ISEK biegt auf Zielgerade ein

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Der Dialogsommer 2020 bildete den Auftakt zum ISEK-Prozess. Foto: Kristoff Meller

Lörrach (jab). „Sperriger Titel – wichtiges Werk“, formulierte Bürgermeister Monika Neuhöfer-Avdic gestern im Rahmen eines Pressegesprächs mit Blick auf das „integrierte Stadt- und Mobilitätsentwicklungskonzept“ ISEK.

Nach zwei Jahren biegt das Projekt aktuell auf die Zielgerade ein: Kommende Woche soll der Entwurf im Gemeinderat vorgestellt, werden, dann noch mal für Anregungen aus Politik und Bürgerschaft geöffnet und schließlich spätestens Anfang kommenden Jahres endgültig verabschiedet werden.

Tatsächlich steht die Stadt zeitlich unter Zugzwang: Um weiterhin erfolgreich Fördermittel in Sachen Städtebau nach Lörrach zu lotsen, „brauchen wir eine Aktualisierung des ISEK dringend“, machte die Bürgermeisterin deutlich.

Konzept-Entwicklung im Dialog

„In Kooperation von Bürgerschaft, Verwaltung und Politik ist es gelungen, ein zukunftsweisendes Konzept für die Entwicklung der Stadt Lörrach zu gestalten,“ zeigte sich Bürgermeisterin Neuhöfer-Avdicć mit dem zweijährigen ISEK-Prozess und seinem Ergebnis zufrieden.

Zur Erinnerung: Den Auftakt machte vor zwei Jahren der Dialogsommer, bei dem Impulse und Anregungen aus der Bürgerschaft eingeholt wurden. Der Gemeinderat wälzte seine Ideen für ein Lörrach der Zukunft in zwei Klausurtagungen, und nicht zuletzt floss die Expertise von Fachleuten ins Konzept ein.

Instrument der Stadtentwicklung

Als „informelles Instrument der Stadtentwicklung“ soll das ISEK einen Handlungsrahmen für die Stadtentwicklung Lörrachs in den kommenden zehn bis 20 Jahren schaffen. „Wir schauen in die Glaskugel und versuchen eine Idee zu entwickeln, wie die Stadt in 20 Jahren aussieht“, veranschaulichte die Bürgermeisterin den Grundgedanken des ISEK.

Klar dabei: Die Stadt, die Nutzung ihrer Flächen und ebenso die Herausforderungen befinden sich ständig im Wandel. Dementsprechend kann es bei einem solchen Entwicklungskonzept nicht darum gehen, konkrete Projekte zu hinterlegen, sondern Leitlinien, entlang derer künftige Projekte aufgegleist und geformt werden, machte Neuhöfer-Avdic deutlich.

Wichtig wird das zum Beispiel, wenn es um die Gestaltung künftiger Freiflächen in der Stadt geht – aktuell das Lauffenmühle-Areal, in absehbarer Zeit das Kreiskrankenhaus-und das KBC-Areal.

Beim „Blick in die Glaskugel“ sollen insbesondere Stadtentwicklung und Mobilität zusammen gedacht werden, machte OB Lutz deutlich.

Wandelansätze und Schlüsselprojekte

Zentrales Element des ISEK sind die „Wandelansätze“ – „konkrete Themen und Schwerpunkte, die im Rahmen der zukünftigen Stadtentwicklung von zentraler Bedeutung sein werden“ erläuterte Bürgermeister Monika Neuhöfer-Avdic. „Öffentlicher Verkehr als Taktgeber“ ist als solcher Ansatz ebenso aufgeführt wie „Straßen und Plätze als Stadt- und Lebensräume“ oder „Landschaften und Stadtklima“. Beim Thema Mobilität etwa sei klar, „dass wir uns von der autogerechten Stadt verabschieden wollen“, machte Lutz deutlich, und beim der Innenstadtgestaltung werde die „Grünplanung künftig noch deutlich wichtiger.

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