Lörrach/Offenburg. Das Phaenovum Schülerforschungszentrum hat am Wochenende erneut mit dem Team „aengels“ am Wettbewerb „Formel 1 in der Schule“ teilgenommen. Bei der an der Hochschule Offenburg ausgetragenen Süd-Westmeisterschaft erreichte das Team den 2. Platz und hohe Anerkennung für seinen neuartigen Ansatz. Es hat sich damit für die deutsche Meisterschaft qualifiziert.

„Formel 1 in der Schule“ ist ein internationaler Wettbewerb bei dem es um die Konstruktion eines Miniaturrennautos und dessen Vermarktung, ähnlich zur Formel 1, geht. 21 Teams aus Baden-Württemberg, Rheinlandpfalz und erstmals auch aus der Schweiz kämpften um den Titel.

Multidisziplinär und international

„Formel 1 in der Schule“ ist ein multidisziplinärer, internationaler Technologie-Wettbewerb, bei dem Schüler im Alter von elf bis 19 Jahren einen Miniatur-Formel 1-Rennstall eröffnen und einen Rennwagen am Computer entwickeln, fertigen und anschließend ins Rennen schicken. Neben der Konstruktion und dem Bau des Autos ist auch die Suche und Interaktion mit Sponsoren und Fertigungspartnern aus der Industrie Teil des Wettbewerbs. Neben dem Rennen über 25 Meter selbst müssen die Teilnehmer einen Boxengassenstand bauen und ihre Konzepte in einer Präsentation vor der Fachjury verteidigen.

Jeanine Jutzi (17), Sarah Korsten (17) und Anna Asal (17), alle aus der 11. Klasse am Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach, nahmen zum dritten Mal unter dem Teamnamen „aengels“ teil. Unterstützt von ihrem Hauptsponsor McDonalds Hochrhein überzeugten die drei Schülerinnen neben dem Entwurf eines windschnittigen Autos und einer außergewöhnlichen Oberflächenbeschichtung mit einer stringent durchgezogenen, an den Hauptsponsor angepassten „Corporate Identity“. Auch lernten die „aengels“ aus den Konstruktionsproblemen des letzten Jahres. Das von der Universität Basel gefräste Auto wurde, mit Unterstützung der DHBW Lörrach, mit einer Diamond-Like-Carbon-Beschichtung (DLC) veredelt. Diese besondere Oberflächenbehandlung ist aufgrund ihrer diamantähnlichen Härte extrem reibungsarm. Daher konnte in diesem Jahr sogar auf Kugellager verzichtet werden. Die interessierten Zuschauer konnten sich an einem eigens für den Wettbewerb entwickelten Touchscreen über alle Details des Projekts „aengels“ informieren.

„Formel 1 in der Schule“ verbindet die technischen Herausforderungen einer Rennwagenkonstruktion mit betriebswirtschaftlichen Aspekten, wie Ressourcenmanagement und den kreativen Bereichen, zum Beispiel Grafikdesign“ beschreibt Projektbetreuer Pirmin Gohn, Lehrer am Phaenovum Schülerforschungszentrum, den Wettbewerb. „Durch diese Verknüpfung können Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Qualitäten an einem gemeinsamen Wettbewerb teilnehmen.“