Lörrach Fasnacht fällt weitgehend flach

 Foto: Kristoff Meller

Lörrachs Narrengilde hat die Weichen für die Fasnacht 2021 gestellt: Alle Veranstaltungen mit größeren Menschenansammlungen sind endgültig abgesagt. Aber: Keine Fasnacht ist auch keine Lösung! Die Gilde plant deshalb ein Kunstprojekt mit Jochen Scherzinger. Auch Schnitzelbängg im Kino sind angedacht.

Lörrach. „Jetzt ist der Zeitpunkt für Entscheidungen“, sagte Obergildenmeister Jörg Roßkopf am Freitagnachmittag im Gildenkeller mit Blick auf die harten Konsequenzen der Corona-Pandemie. Das heißt: Lasser-Gugge-Explosion, Umzüge, Partys im Burghof, AOK-Kinderball, Bänggler-Tour – um nur einige Beispiele zu nennen: fällt alles aus.

Gleichwohl werde die Narrengilde die Fasnacht als wichtigen Bestandteil des jährlichen Festkalenders nicht ganz aufgeben. So werden die Straßen fasnächtlich geschmückt und der Narrenbaum auf dem Alten Marktplatz aufgestellt. In welchen Rahmen, wird die Gilde noch entscheiden – abhängig von der Entwicklung der Corona-Zahlen und -Verordnungen. Diese werden für die am Fasnachtssonntag auf dem Marktplatz vorgesehene Narrenmesse ebenso von Bedeutung sein wie für die „Schnitzelbängg im Kino“ am 29. und 31 Januar (Karten für 5 Euro ab 11.11 über www.cineplex.de/loerrach/). Sofern das Experiment in den großen Sälen des Cineplex-Centers stattfindet und gelingt, sei eine weitere Auflage der Schnitzenbängg am Fasnachtswochenende Mitte Februar denkbar, so Roßkopf im Beisein von Anita Binzer (Kanzellarin), Thomas Bürgin (Schriftführer) und den Gildemeistern Manfred Eckelt, Thomas Eckert sowie Ehren-Gildenmeister Klaus Breitenfeld.

Im Zentrum der Fasnacht 2021 steht eine Aktion mit dem Künstler und Designer Jochen Scherzinger, der insbesondere durch seine „Bollenhut-Bilder“ bekannt geworden ist und bereits in der Tüllinger Straußi von Michael Lindemer ausgestellt hat. In den kommenden Wochen wird Scherzinger rund 40 Figuren der Lörracher Cliquen und Guggemusiken fotografisch in Szene setzen. Die kunstvoll bearbeiteten Werke werden anschließend auf Lkw-Planen gedruckt und in der Fasnachtszeit in der Innenstadt ausgestellt.

Ein QR-Code führt Interessenten zu Videos mit Gugge-Auftritten, Umzugsteilnahmen und weiteren bewegten Bildern der Fasnachts-Formationen. Flankiert werden die Kunstwerke vom traditionellen Schaufenster-Parcours der Fasnächtler.

Ein bisschen Fasnacht geht also immer – auch in Corona-Zeiten. Falls sich die Situation deutlich entspannen sollte, hält die Gilde im Grundsatz auch kleinere, nachträgliche Aktionen im Frühjahr oder Sommer für denkbar.

Übrigens sollte auch der Fasnachtsauftakt nicht ins Wasser fallen, denn: Die Bekanntgabe von Motto und Protektor sei in diesem Jahr am 11.11 als Freiluftveranstaltung auf dem Alten Marktplatz vorgesehen, sagte Roßkopf auf Nachfrage unserer Zeitung.

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