Lörrach Kinder in den Mittelpunkt stellen

Der Deutsche Kita-Preis ist mit insgesamt 130 000 Euro dotiert.                                                                                                       Foto: zVg/dkjs_Studio_Good

Lörrach - Zehn Bündnisse haben es jetzt ins Finale des Deutschen Kita-Preises 2021 geschafft. Darunter ist auch die Initiative Netzwerk für Bildung, Spielen und Gestalten, das von der Kaltenbach-Stiftung und der Volkshochschule Lörrach getragen wird. Ausgezeichnet werden Kooperationen, in denen verschiedene Institutionen gemeinsam die Strukturen der frühen Bildung auf kommunaler Ebene nachhaltig verändern wollen.

Mehr als 1200 Kitas und lokale Bündnisse haben sich um den Deutschen Kita-Preis 2021 beworben (wir berichteten), der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung initiiert wird. Gewürdigt werden damit besonderes Engagement und gute Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung.

Der Deutsche Kita-Preis ist mit insgesamt 130 000 Euro dotiert. Die Erstplatzierten der beiden Kategorien „Kita des Jahres“ und „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ werden mit jeweils 25 000 Euro geehrt. Auf weitere vier Kitas und vier Bündnisse warten Preisgelder in Höhe von je 10 000 Euro. Für die letztgenannte Kategorie bewirbt sich das Lörracher Netzwerk, das hier schon in der vorherigen Bewertungsrunde auf Platz 1 stand.

Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger gratuliert in einer Mitteilung zu diesem Erfolg. Angesichts der hohen Bewerberzahl freut sich Stickelberger umso mehr, dass darunter auch die Lörracher Initiative ist. „Im Austausch mit Erzieherinnen und Erziehern sehe ich immer, wie viel Herzblut in diesen Beruf gesteckt wird“, wird Stickelberger in einer Mitteilung zitiert. Da freue es ihn sehr, dass dieses Engagement nun auch Anerkennung erfahre. „Für das Finale drücke ich beide Daumen und wünsche viel Erfolg.“

Experten statten Finalisten digitalen Besuch ab

Die Preisträger werden laut den Veranstaltern im Frühjahr 2021 bekanntgegeben. Zusätzlich bekommt eine Kita den „Eltern“-Sonderpreis verliehen. Welche Einrichtung die Auszeichnung des Magazins „Eltern“ mit nach Hause nehmen darf, entscheidet sich im April im Rahmen eines Online-Votings auf www.eltern.de.

In den kommenden Monaten lernen Experten der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sowie der Internationalen Akademie Berlin die zehn Anwärter in der Kategorie „Kita des Jahres“ noch besser kennen. Die zehn Finalisten der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ können ihre Arbeit einem Team, das unter anderem aus Fachleuten der Stiftung und der Berliner Hochschule für angewandte Pädagogik besteht, umfassend präsentieren.

Aufgrund der besonderen Situation werden die Experten die Finalisten erstmalig nicht vor Ort besuchen. Interviews mit den Kita-Leitungen, Fachkräften, den jeweiligen Trägern und Bündnis-Mitgliedern werden digital stattfinden. Die Gespräche werden um virtuelle Erkundungen und digitale Workshops mit den Bündnis-Mitgliedern ergänzt, damit die Fachleute einen bestmöglichen Eindruck von der Arbeit vor Ort erhalten. Die Ergebnisse der digitalen Besuche fließen in einen umfangreichen Bericht zu den Finalisten ein. Anhand dessen wählt eine 18-köpfige Fachjury gemeinsam die Preisträger aus.

Preisverdächtig sind laut einer Mitteilung „Kitas und lokale Bündnisse, die Kinder konsequent in den Mittelpunkt ihres pädagogischen Handelns stellen und bei denen Kinder, Eltern und Mitarbeiter den Alltag mitgestalten können“. Zudem achte die Jury darauf, „wie die Finalisten das soziale Umfeld in ihre Arbeit einbeziehen und inwieweit die Teams die Qualität der eigenen Arbeit reflektieren und weiterentwickeln“. Bei der Auswahl berücksichtige die Jury die individuellen Rahmenbedingungen vor Ort und fokussiert nicht nur auf gute Ergebnisse, sondern würdige auch gute Prozesse.

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