Ein ganz neues Konzertkonzept verwirklichte der Musikverein Brombach am Samstag bei seiner Jahresfeier in der Sporthalle Brombach. Erstmals waren Bewirtungsbereich und Konzertbestuhlung getrennt.

Lörrach-Brombach. Ein großer Vorhang teilte die beiden Bereiche ab. Durch die Neuordnung entfiel auch die Bewirtung während des Konzerts. Dies kam maßgeblich der Aufmerksamkeit auf die Musiker und die Musik zu Gute.

Ein sechsköpfiges Ensemble aus Jungmusikern unter Anführung von Nicolai Sütterlin eröffnete mit drei Stücken den musikalischen Reigen. Sütterlin hat erst vor Kurzem die Leitung des Ensembles von Elena Dellers übernommen, die aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht. Die Jugendabteilung befindet sich darum noch im Neuaufbau. Noch etwas vorsichtig spielten die jungen Musiker ihre Werke. Gemeinsam mit dem großen Aktivorchester wurde „A rocky blues“ intoniert.

Dirigent Carl-Philipp Rombach leitet den Musikverein seit gut eineinhalb Jahren. Was sich bereits bei der Feier im vergangenen Jahr abzeichnete – ein satter, schöner und ausgewogener Klang – hat sich weiter stabilisiert. Man spürt, dass Rombach sehr gründlich mit dem Orchester arbeitet und nichts dem Zufall überlässt.

Und noch eine Neuerung fiel auf: Besonders im Klarinettenregister gibt es viele gute Musikerinnen. Um jede mal die erste Stimme spielen zu lassen, wechselten die Mitspielerinnen immer wieder die Plätze. Dies wirkte auf alle sehr motivierend.

Musikalisch ist nur Lob zu vermelden. Mit geschlagenen Glocken begann „Festa Paesana“ von Jacob de Haan. Werke dieses Komponisten fehlen fast nie bei Konzerten von Blasorchestern. Sie sind stets höchst unterhaltsam und bieten den Musikern genügend Raum, ihre Fertigkeiten zu zeigen. So auch hier, wo das Schlagzeug eine wichtige Rolle im Rhythmus übernahm. Überraschend war der Wechsel in den Walzertakt.

Wie ein Choral beginnt „The Battle of Varlar“ von Rob Goothuis, der sich im Verlauf des Stückes zu einem wahren Getümmel aufschwingt. Der Musikverein legte in seine Interpretation viel Ausdruck und gefiel durch satten Klang.

Zum Träumen lud das Werk „Ferne Welten“ von Rolf Rudin ein. Jeder Zuhörer solle seine Gedanken schweifen lassen und sich die Landschaften vorstellen, wo er gerne sein möchte, sagte Birgit Friedlin, die zusammen mit Alexander Gerbel durch das Programm führte.

In dieser Qualität ging es das ganze Konzert weiter, so dass es nicht ohne Zugaben abging. Besonders fleißig seien die Spendensammler für die große Tombola gewesen, sagte die Vorsitzende Silke Kant – 400 Preise kamen zur Verlosung (Über die Ehrungen berichten wir noch).