Lörrach Kleine Straße – Große Wirkung

Feierlich eingeweiht wurde gestern die neue Landstraße L 138 (v.l.): Claus Walther (Regierungspräsidium), Landrätin Marion Dammann, Verkehrsminister Winfried Herrmann, Oberbürgermeister Jörg Lutz und Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic. Foto: Guido Neidinger

Lörrach. Die verschwenkte Landstraße L138 zwischen Steinen und Hauingen wurde am Freitag feierlich auf dem neuen und sehr heißen Belag eingeweiht. Am Samstag wird die 700 Meter lange und 3,2 Millionen Euro teure Straße, die in einem Bogen um das künftige Zentralklinikum führt, für den Verkehr freigegeben.

„Nie war so wenig Straße so wichtig“, sagte Oberbürgermeister Jörg Lutz im Beisein von Verkehrsminister Winfried Herrmann, Landrätin Marion Dammann, Claus Walther vom Regierungspräsidium und zahlreichen weiteren Gästen aus der Politik.

Sehr wichtig war die Verschwenkung der Straße für den Bau des Zentralklinikums im Entenbad. Das verdeutlichte Landrätin Marion Dammann: „Ohne diesen Meilenstein könnten wir nicht bauen.“ Noch etwas pathetischer äußerte sich Verkehrsminister Winfried Herrmann: „Noch nie hat eine kleine Straße so viele Leben gerettet“.

Die rekordverdächtige Abwicklung des Projekts und die sehr gute Zusammenarbeit sämtlicher Beteiligter lobte ebenso wie die anderen Redner Claus Walther als Vertreter von Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. Innerhalb von nur drei Jahren wurde das Projekt realisiert. „Das ist rekordverdächtig“, so Herrmann. Dennoch liegt nach seinen Worten noch „einiges an Arbeit vor uns“. Gemeint ist damit vor allem die Verkehrsanbindung der Landstraße an die Bundesstraße B317 und diese wiederum an die Autobahn A98, aber auch die Anbindung des Klinikums mit einer Haltestelle an die Regio-S-Bahn. „Es wäre mehr als peinlich, wenn es zur Eröffnung des Klinikums keinen S-Bahn-Halt geben würde“, betonte Herrmann. Möglichst bald müsse auch der Radschnellweg durch das Wiesental realisiert werden.

Lutz skizzierte noch einmal den Beitrag der Stadt Lörrach, die Grund und Boden für das Klinikum bereitstellt. Marion Dammann lobte die „Voraussicht, den Mut und die Tatkraft“ der Kreisstadt, mit dem „nicht ganz einfachen Grundstück“ für das Klinikum ins Rennen zu gehen.

In nur sechs Monaten realisierte die Arbeitsgemeinschaft Schleith/Oskar Vogel als bauausführende Firma die Verlegung. Nun kann der Bau des Klinikums anlaufen.

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